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Schneller Stadionverkauf für Hansa? Entscheidung im November möglich

© IMAGO / Fotostand

80 Prozent der Anwesenden auf der Mitgliederversammlung des F.C. Hansa Rostock stimmten für die Möglichkeit, dass das Ostseestadion an die Stadt Rostock verkauft werden könnte. Nun treibt der Klub das Anliegen mit großen Schritten voran. Schon in diesem Jahr könnte es laut "Bild"-Bericht zu einem Abschluss kommen.

"Ob uns das gelingt"

Vorstand, Aufsichtsrat, Mitgliederbeirat und Fanszene kümmern sich derzeit in einer gemeinsamen Arbeitsgruppe um die möglichen Verkaufspläne des Rostocker Stadions an die Stadt. "Ein klares Votum, dass wir die Gespräche finalisieren sollen", äußerte sich Vorstandschef Robert Marien angesichts einer Abstimmung mit 80-prozentigem Ergebnis. Für etwa 12,17 Millionen Euro soll demnach die Stadt Rostock wieder Eigentümer des Stadions werden. 14 Millionen Euro kommen vom Land dazu, um Sanierungsmaßnahmen durchzuführen. "Danach sind wir Vollkostenmieter. Das bedeutet, alles Geld, was wir erhalten haben, werden wir über die Jahre zurückführen", so Marien.

Doch zu welchem Zeitpunkt ist dieser Plan überhaupt angedacht? Schon am 21. November 2021 könnte es bei einer weiteren Mitgliederversammlung soweit sein, dass final über den Stadionverkauf abgestimmt werden kann – sofern die Gespräche bis dahin entsprechend voranschreiten. "Ob uns das gelingt, wird die Zeit zeigen. Wenn wir ein, zwei Schleifen mehr drehen müssen, werden wir eine außerordentliche Mitgliederversammlung einberufen", kündigte Marien zuversichtlich an.

Letztes Wort bei Bürgerschaft und Investor

Ist der Verkauf erst einmal abgeschlossen, dann wird Rostock zum besagten Mieter des Ostseestadion. Ab diesem Zeitpunkt wird eine mittlere sechsstellige Summe als Miete fällig – und wie Marien bereits ankündigte, wird die Millionensumme über diesen Weg zurückgeführt. Dennoch hat die Rostocker Bürgerschaft, aber auch Hansa-Investor Rolf Elgeti das letzte Wort – bislang signalisierte Elgeti, dass er bei einem Stadionverkauf zu einem Schuldenschnitt bereit wäre.

"Eine gewisse Abhängigkeit von der Obotritia (die Beteiligungsfirma von Elgeti/Anm. d. Red.) ist nicht von der Hand zu weisen. Dort haben wir mehr als 20 Mio. Euro Schulden", bezifferte Marien den Wert noch einmal in Zahlen. Eine abschließende Einigung bis Ende November scheint unter allen Beteiligten aber wohl möglich zu sein.