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Schubert stellt sich in Kiel vor: "Für mich ist die Performance wichtig"

André Schuberts Wechsel von Eintracht Braunschweig zu Holstein Kiel schlug besonders in Niedersachsen mächtig auf – trotz Treuebekenntnis stand der 47-Jährige heute beim ersten Training auf dem Kieler Platz. In einer Medienrunde sprach Schubert über seine Beweggründe, seine Ziele und Wahrscheinlichkeiten.

Schubert erklärt sich

"Ich möchte mich nicht als Opfer darstellen, das bin ich nicht, und ich habe meinen Anteil daran", gestand KSV-Cheftrainer André Schubert in seiner ersten Medienrunde bei Holstein Kiel offen ein, dass ihm die Auswirkungen seines Abgangs aus Braunschweig bewusst waren. Wenige Tage lagen zwischen seinem Bekenntnis zu Braunschweig und seinem Wechsel an die Förde. Dazwischen habe es einen Anruf vom Kieler Sportgeschäftsführer Fabian Wohlgemuth gegeben.

"Ich habe sofort gesagt: 'Du weißt, dass ich einen laufenden Vertrag habe, und ich fühle mich in Braunschweig sehr wohl’", erzählte Schubert die Gegebenheiten und fügte an: "Ich habe aber auch gesagt, dass ich nicht weiß, wie es hier weitergeht, dass es Signale gibt, ich die aber nicht richtig deuten kann." Daraufhin habe er seinen Berater mit Eintracht Braunschweig sprechen lassen – mit dem negativen Ergebnis: "Ich wollte wissen, woran ich bin. Die Antwort war aber nicht die, die ich erhofft habe."

"Das ist relativ einfach"

Tatsächlich herrschten schon kurz nach dem erreichten – und unverhofften – Ziel "Klassenerhalt" Irritationen bezüglich Schuberts Zukunft in Braunschweig. Den Draht zu Mannschaft habe er aufgrund seiner kühlen, distanzierten Art verloren. Die Auflösung des bis 2021 gültigen Vertrags geschah schließlich in beidseitigem Einverständnis. Nun widmet sich Schubert seiner neuen Herausforderung: "Wir wollen den attraktiven Fußball spielen, den wir uns vorstellen – und den sich auch die Fans wünschen."

Dazu gehört neben dem Offensivspiel auch das konzentrierte Verteidigen, zu dem auch die Spieleröffnung und das Torwartspiel gehören: "Ich verlange von meinem Torhüter nicht, dass er ins Eins-gegen-Eins gehen soll. Ich finde es nicht sinnvoll, einem Innenverteidiger, der am Strafraum gepresst wird, den Ball in den Fuß zu spielen." Auch von Spielsystemen halte er nicht viel, diese seien viel mehr eine "Grundordnung, nicht mehr und nicht weniger". Kaum verwunderlich also, dass auch das Ausrufen eines bestimmten Tabellenziels nichts für André Schubert ist: "Für mich ist die Performance wichtig, die Art und Weise. Je besser wir auf dem Platz agieren, desto größer ist die Chance, erfolgreich zu sein. Das ist relativ einfach."

Relativ einfach ist auch der Trainingsstart der Störche: Um 11:30 Uhr war bereits der Laktattest für die KSV-Profis angesetzt, um 16 Uhr startete vor Kurzem das erste Training unter dem neuen Trainer.