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SGD dank Publikum oben auf: "So muss es weitergehen"

© IMAGO / Jan Huebner

Die SG Dynamo Dresden kann noch gewinnen! Gerade das Publikum spielte eine große Rolle beim 1:0-Heimsieg gegen Fortuna Düsseldorf, wie sich alle Beteiligten nach Abpfiff schnell einig waren. Dazu bekamen zwei Rückkehrer ein Sonderlob von Cheftrainer Alexander Schmidt.

"Bis zur Leistungsgrenze"

Hinten hielt Kevin Ehlers die Abwehr dicht und vorne sorgte Brandon Borrello als umtriebiger Angreifer für Gefahr. Im Kellerduell mit der Fortuna zeigte die SGD einen beherzten Auftritt mit hoher Intensität und viel Leidenschaft – das lobte auch der Cheftrainer. "Wir haben einen hochkarätigen Gegner im wahrsten Sinne des Wortes niedergekämpft", hielt Alexander Schmidt nach Spielende fest. "Jeder Spieler hat sich bis zur Leistungsgrenze in jeden Zweikampf geworfen. Genauso kann es weitergehen. Genauso muss es weitergehen."

Für die Dresdner war es der erste Sieg nach fünf Liga-Niederlagen in Serie. Durch die vorherigen Ergebnisse war die SGD zuvor auf den Abstiegs-Relegationsplatz abgerutscht, nun steht Schmidts Team wieder zwei Zähler vor der Gefahrenzone. "Natürlich fallen uns Steine vom Herzen. Ich habe immer gesagt, dass ich an die Mannschaft glaube", betonte der SGD-Coach, der das Vertrauen der Verantwortlichen zurückzahlte. "Natürlich war die Situation kritisch, aber die Reaktion war heute gut", so Schmidt. Angetrieben durch das Publikum markierte Christoph Daferner den entscheidenen Treffer vom Punkt.

Schmidt lobt Mentalität

Apropos Publikum: Rund 9.000 Zuschauer im Rudolf-Harbig-Stadion wurden für Schmidt zu einem wichtigen Faktor für die Trendwende bei der SGD. Auch der Elfmeterschütze stimmte zu. "Es fühlte sich nicht so an, als ob wir so viele Spiele verloren haben. Sie standen alle hinter uns", lobte Daferner im "MDR" die Reaktion des Publikums, welche die Dresdner anpeitschte. Klar ist aber auch: "Das werden wir sehr vermissen." Angesichts der Entwicklung rund um die Corona-Pandemie wird die SGD die kommenden Spielen gegen Karlsruhe (5. Dezember) und in Aue (12. Dezember) ohne Unterstützung von den Rängen austragen. Und das schmerzt, wie Schmdit betonte: "Wir haben das beste Publikum der 2. Liga, das wird uns fehlen."

Umso stärker wird sich Dynamo auf die sportlichen Qualitäten besinnen müssen, welche die Dresdner gegen Düsseldorf wieder gezeigt haben. Allen voran auch die Rückkehrer, Kevin Ehlers und Brandon Borrello. Insgesamt habe man in der Abwehr stabiler agiert, was an der gesamten Viererkette zu messen war – und insgesamt sah Schmidt wieder das passende Matchglück dazu. "Es war ein Mentalitätssieg gegen einen starken Gegner", hielt der Cheftrainer daher fest. Darauf werden die Dresdner nun aufbauen können.