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Sieben Punkte und kein Gegentor: FCH sitzt Favoriten im Nacken

© imago images / Poolfoto

Als hartnäckigster Verfolger sitzt der 1. FC Heidenheim den Top-Favoriten aus Hamburg und Stuttgart weiterhin im Nacken, denn beim 3:0-Sieg gegen Erzgebirge Aue ließen sich die Brenzstädter auch von einem verschossenen Elfmeter nicht aus der Fassung bringen. Cheftrainer Frank Schmidt und sein Team freuen sich über die fast perfekte Englische Woche ohne Gegentore.

Entwicklung zur Spitzenmannschaft

Im Aufstiegsrennen um die Bundesliga dürfen sich der Hamburger SV und der VfB Stuttgart keinen Ausrutscher erlauben: Andernfalls ist der 1. FC Heidenheim sofort zur Stelle, um die vermeintlichen Favoriten aus den Rängen zu kegeln. Denn das Team von Cheftrainer Frank Schmidt bewies gegen Aue einmal mehr, dass sie sich inzwischen zur Spitzenmannschaft entwickelt hat. "Wir brauchten die totale Überzeugung, um das Spiel zu gewinnen – gegen einen Gegner, der versucht hat, eng zu stehen und uns das Leben schwer zu machen", freute sich der Übungsleiter, dass seine Mannschaft den Widrigkeiten des Gegners dieses Mal trotzen konnte.

Ein torloses Remis beim FC St. Pauli stellte die Heidenheimer zuvor nicht zufrieden: "Wir sind froh, dass wir das Spiel gewonnen haben (…), nach dem wir uns schon geärgert haben, dass wir trotz der starken Anfangsphase das Spiel nicht in unsere Richtung gedreht haben." Mittlerweile ist der FCH ein ernstzunehmender Konkurrent für die Spitzenplätze, nur ein Punkt trennt die Heidenheimer vom Aufstiegs-Relegationsplatz. Drei vom zweiten Platz – die Ansprüche steigen.

"Abgeschüttelt und weitergespielt"

Verstecken brauchen sich die Brenzstädter jedenfalls nicht. "Mit sieben Punkten und drei zu-Null-Spielen in einer englischen Woche können wir auf jeden Fall zufrieden sein", untermauerte Innenverteidiger Patrick Mainka den Status als Geheimfavorit vor den letzten fünf Spielen. Wäre da nicht diese ärgerliche Krux mit dem Elfmeter. "Gefühlt haben wir die letzten 35 Elfmeter versenkt", blickte Frank Schmidt in die Heidenheimer Vergangenheit zurück. Was aber gegen St. Pauli nicht klappte, wiederholte sich prompt gegen Aue: "Dann verschießt man einen und es kommt gleich der nächste verschossene hinterher."

Elfmeterschütze und Urgestein Marc Schnatterer nahm es sportlich. "Wenn ich den Elfmeter in der ersten Halbzeit reinmache, hätte ich es uns noch einfacher machen können", sieht es der 34-Jährige selbstkritisch, ohne dabei aber in Panik verfallen zu müssen. Denn Heidenheim spielte den Sieg am Ende genauso konzentriert heraus: "Das war ein bisschen unglücklich und natürlich schade. Aber die ganze Mannschaft und auch ich persönlich haben das schnell abgeschüttelt und ordentlich weitergespielt." Daran werden die Brenzstädter auch in Hannover am kommenden Sonntag (13:30 Uhr) anküpfen wollen.