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Siegbefehl für Schalke: "Möchte immer das Optimum herausholen"

IMAGO / RHR-Foto

Nach einer turbulenten Woche mit der Entlassung von Trainer Dimitrios Grammozis muss bei den Königsblauen wieder Normalität einkehren. Mit einem Sieg beim FC Ingolstadt am Sonntag (13.30 Uhr) soll die Hoffnung auf den Aufstieg am Leben erhalten werden.

Team braucht "überdurchschnittliche Punkteausbeute"

Spiel eins von neun für Mike Büskens als Interims-Trainer der Königsblauen. Der 53-Jährige soll das Team trotz sechs Punkten Rückstand auf Rang zwei noch zum Aufstieg führen. Dafür ist ein Sieg beim Tabellenletzten Pflicht. "Ich möchte immer das Optimum herausholen. Wir wissen, dass, wenn wir noch eine Chance auf den Aufstieg haben wollen, wir eine überdurchschnittliche Punkteausbeute benötigen. Wir werden alles dafür tun, um noch eine richtig gute Rolle zu spielen."

Damit das passiert, müssen auf dem Platz jedoch einige Dinge besser laufen als bei der jüngsten 3:4-Heimpleite gegen den F.C. Hansa Rostock. "Es geht darum, dass wir in den beiden letzten Dritteln bessere Entscheidungen treffen. Wir haben gegen Rostock nicht gut verteidigt. Es reicht nicht, dass wir vorne uns darauf verlassen, dass Marius Bülter oder Simon Terodde treffen", sprach Büskens die Mängel an.

Hoffnung auf rechtzeitigen Negativtest

Der Fußballlehrer war am Freitagvormittag nur virtuell zugeschaltet, ist aufgrund eines positiven Corona-Tests in Quarantäne und zu Hause. "Ich muss die Dinge fühlen, das fehlt mir in der Trainingswoche", sagte der Ex-Profi, der das Training per Live-Übertragung auf dem Tablet verfolgt. Sollte er auch am Sonntag nicht in Ingolstadt dabei sein dürfen, würde ihm der Kontakt zum Team "extrem fehlen". Er habe seit dem Montag "so viel Energie in meinem alten Kadaver. Ich will nur noch raus. Dass ich es nicht kann, ärgert mich ohne Ende". Doch eine Hoffnung bestehe, dass er sich freitesten und pünktlich zum Duell nachreisen kann.

Sollte jedoch der Fall eintreten, dass der Test nicht rechtzeitig negativ ist und Büskens das Spiel im TV verfolgen muss, werde man sich "technisch so ausstatten, dass wir immer in Kontakt stehen". Er werde die Eindrücke vom Spiel auf sich wirken lassen, und über Analyst Lars Gerling mit dem Trainerteam in Austausch stehen. "Dann werden wir zusammen Entscheidungen treffen." Ob und wie er sich im Vorfeld an die Mannschaft wenden würde, wollte Büskens noch nicht verraten. "Das würden die Spannung herausnehmen, weil die Spieler schon alles wüssten."

Einige Verletzungssorgen

Klar ist hingegen, dass Mehmet Aydin wegen Oberschenkelproblemen nicht spielen kann. "Bei Thomas Ouwejan haben wir gehofft, dass er am Sonntag gegen Ingolstadt spielen kann. Da sieht es aber nicht so gut aus"; teilte der Coach mit. Der Niederländer fehlte schon gegen Hansa wegen muskulärer Probleme. Bei Danny Latza besteht zudem der Verdacht auf eine Corona-Infektion, hinter seinem Einsatz steht ein Fragezeichen. Länger ausfallen wird Salif Sané. Der Verteidiger verletzte sich gegen Rostock und fällt "einige Wochen aus".