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Sinnbild für Eichner: KSC hält "viel zu viele Aktien" in Gegentoren

© IMAGO / Jan Huebner

Nach einer weiteren Niederlage befindet sich der Karlsruher SC weiterhin im Niemandsland der Tabelle. Gefahr droht den Badenern zwar nicht, aber Höhepunkte sind derzeit von der Mannschaft auch nicht zu erwarten. Cheftrainer Christian Eichner sah dahingehend fast ein sinnbildliches Spiel in Dresden (1:3).

Eichner hadert und ärgert sich

"Wir hatten eine sehr ansprechende Startphase, die gute 25 Minuten ging und in der wir hochanständigen Fußball gespielt haben", fasste sich KSC-Cheftrainer Christian Eichner nach dem Auftritt in Dresden kurz. Denn viel mehr geschah nicht. Bis zur Pause sorgten die Badener für ein ausgeglichenes Spiel, das ohne Tore in die Kabinen ging. Danach wurde der KSC vom Dresdner Einsatzwillen überrumpelt, wie der Coach festhielt.

Entscheidend für die Partie seien "die Klarheit und die Art und Weise der Zweikampfführung" nach dem Seitenwechsel gewesen. "Überall haben wir nur Begleitschutz gegeben und nicht konsequent durchgedeckt", haderte Eichner mit dem Verhalten seiner Mannschaft im zweiten Abschnitt. Der Platzverweis gegen Kyoung-rok Choi rundete das Ergebnis ab, einzig die fehlender Cleverness des Flügelspielers in die Situation ärgerte Eichner. "Da muss ich ein Gefühl dafür bekommen, wer die Pfeife heute in der Hand hat und wissen, dass ich für ein läppisches Foul auch Gelb bekomme", erklärte der Coach zum psychologischen Faktor. Abwehrspieler Marco Thiede erlitt derweil eine Hüftprellung, ihm droht nun vorerst ein Ausfall.

"Gegentore zu billig"

"Der Gegner hat sich mit Wille und Einsatz durchgesetzt", verdeutlichte Eichner, das an diesem Tag die Bereitschaft für das Spiel entschied. In dieser Saison waren es nicht zum ersten Mal die Kleinigkeiten, die ausschlaggebend für Sieg oder Niederlage waren – fand Eichner. "Das sind bekannte Dinge", betonte der Übungsleiter. "Die Gegentore sind für mich zu billig. Ich habe in den letzten Wochen – da wiederhole ich mich – nur ein Gegentor gesehen, bei dem ich sage, da mache ich einen Haken dran. Das war das Tor vom HSV. Und vielleicht heute noch der zweite Treffer."

Ohne respektlos gegenüber den Gegnern zu sein, machte Eichner klar: "In allen anderen Gegentoren haben wir viel zu viele Aktien drin." Genau das müsse der KSC aber nun abstellen, um weiter durch die Saison zu kommen. Mit 21 Punkten nach 16 Spielen steht Karlsruhe im gesicherten Mittelfeld – nach Unten gibt es bislang keine Sorge, nach Oben bisher keine Berührungspunkte. Ähnlich verhält es sich mit den Auftritten auf dem Rasen, fand der Fußballlehrer. "Wenn wir das abstellen, dann werden wir Spiele erfolgreich gestalten. Wenn wir das nicht tun, wird es schwierig", so das logische Fazit. Im letzten Hinrunden-Spiel tritt der KSC zuhause gegen den 1. FC Heidenheim an (Sonntag, 13:30 Uhr).