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„So ist die zweite Liga“: KSC mit erster Saisonpleite

IMAGO / Carmele/tmc-fotografie.de

Am Freitagabend kassierte der Karlsruher SC beim 1:2 gegen den FC Nürnberg die erste Niederlage der Saison. Es war das dritte sieglose Spiel in Folge. Die Akteure haderten nach dem Spiel vor allem mit individuellen Fehlern, die diese Pleite begünstigten.

„Ein super Spiel gemacht“

Laufleistung, Passquote und auch eine Torschussstatistik von 15 zu 13 sprachen an diesem Freitagabend eigentlich für den KSC. Dass am Ende trotzdem die erste Saison-Niederlage für die Karlsruher stand, hatte viel mit eigenen Fehlern zu tun. Vor dem FCN-Tor wurde der KSC nie wirklich zwingend – abgesehen vom Anschlusstreffer durch Batmaz kurz vor dem Ende (82.)  sowie ein Pfostenschuss von Hofmann mit der letzten Aktion im Spiel (90+5.) – und hinten wurden die Hausherren förmlich zu Treffern eingeladen. Stellvertretend dafür das wohl entscheidende 0:2, bei dem Kobald nur unzureichend auf Keeper Gersbeck zurücklegen wollte, aber FCN-Stürmer Shuranov einlud.

„Es war eine dumme Aktion von mir, deshalb nehme ich das Tor auch ganz klar auf meine Kappe. Ich wollte den Ball zu Marius spielen, um einfach wieder Sicherheit zu bekommen und damit wir den Ball haben“, zeigte sich der Verteidiger im Anschluss reumütig und selbstkritisch. Dennoch hätte sich der KSC „vorne belohnen“ müssen, wie der 24-jährige Österreicher festhielt. Es blieb ein ernüchterndes Fazit, des angefressenen Abwehrmannes: „So ist die zweite Liga.“

Guter Saisonstart?

Ganz so vernichtend fiel derweil das Urteil von Sturmkollege Schleusener nicht aus. „Ich denke, es war kein schlechtes Spiel heute von uns. Wir haben nach der Pause fünf bis zehn Minuten gehabt, die nicht gut waren“, begrenzte der Angreifer die ausbaufähigen Passagen im Karlsruher Spiel. Generell sei die Niederlage weniger auf die Nürnberger Stärke zurückzuführen, sondern auf die Tatsache, dass def KSC „das Spiel hergeschenkt“ habe, betonte der 29-Jährige. Generell hatte sich der ehemalige Nürnberger „sehr auf das Spiel gefreut gehabt“ – umso größer also die Enttäuschung, dass ausgerechnet gegen den FCN die erste Pleite der Saison stand.

Sich davon den Start in die Spielzeit verhageln lassen, wollte indes aber niemand. Obwohl nun zuletzt drei Spiele ohne Sieg standen, blicken die Blau-Weißen nach fünf Spielen auf acht Punkte zurück. „Wir haben acht Punkte, es gibt schlechtere Saisonstarts. Nichtsdestotrotz hatten wir uns heute vorgenommen, auf jeden Fall wieder die Null zu halten und das ist uns nicht geglückt“, blieb Schleusener trotzdem kritisch. Nun solle jedoch die Länderspielpause „genutzt“ werden, ehe es gegen Holstein Kiel (11.09.) eine neue Chance gibt, den guten Start zu bestätigen.