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SSV hält sich phasenweise im Spiel: Keine Angst vor Tabellenkeller

© imago images / Zink

Vier Spiele in Folge ohne Sieg ließen den SSV Jahn Regensburg nach der 1:3-Niederlage beim Hamburger SV wieder tief in der Tabelle abrutschen. Cheftrainer Mersad Selimbegovic fürchtete sich nach der erneuten Pleite aber nicht, dass seine Mannschaft ernsthaft in Gefahr geraten würde – zu groß sei die fußballerische Qualität. Phasenweise wurde diese auch beim HSV gezeigt.

Strittige Szene beim Gegentor

Vor zwei Jahren ließ der SSV Jahn laut aufhorchen, als die Regensburger erstmals im Hamburger Volksparkstadion auftraten und einen 5:0-Auswärtssieg einfuhren. Seither galten sie als ein kleiner Angstgegner vom ehemaligen Bundesliga-Dino, doch davon war am vergangenen Sonntag zu selten etwas zu sehen. "Wir hatten ein paar Phasen, in denen wir uns besser im Spiel halten könnten", erklärte SSV-Cheftrainer Mersad Selimbegovic in der Pressekonferenz nach der 1:3-Niederlage zum Jahresauftakt.

Tatsächlich glichen die Regensburger einen frühen Gegentreffer des großen Favoriten zwischenzeitlich aus und waren drauf und dran, mit einem Remis in die Pause zu gehen. Eine strittige Szene sorgte jedoch für die erneute HSV-Führung, als Simon Terodde einen Ball aus kurzer Distanz abstaubte – obwohl SSV-Keeper Alexander Meyer vermeintlicherweise seine Hand auf dem Ball hatte. Selimbegovic äußerte sich verhalten zu der Szene, die vom Videoassistenten überprüft wurde: "Für einen kurzen Moment war die Hand wohl nicht drauf. Wenn es so entschieden wurde, dann muss es wahrscheinlich korrekt sein."

"Wir spielen gut"

Insgesamt blieb das Spiel danach zerfahren, insgesamt drei Mal griff der Video-Schiedsrichter ein. "Es war nicht das Optimalste für beide Mannschaften, dass es so viele Unterbrechungen gab", führte der SSV-Cheftrainer seine Gedanken zum VAR aus, legte sich aber auch fest: "Wir haben versucht, zu ignorieren, was wir nicht beeinflussen können." Ein weiteres Tor für den HSV wurde nach Überprüfung gegeben, eines für den Jahn dagegen aberkannt. Für alle Beteiligten gab es leichtere Tage.

Für Regensburg war es die fünfte Niederlage in der laufenden Saison, sodass der SSV nach 14 Spielen auf 17 Punkte kommt. In der Tabelle ist die Mannschaft von Selimbegovic somit knapp vor der Kellergruppe, die von Braunschweig angeführt wird. "Ich bin keiner, der mit Angst unterwegs ist. Wir spielen gut, wir sind gut unterwegs", versicherte der Coach, dass er aktuell noch keinen bangen Blick nach unten wirft. Allenfalls einen vorsichtigen. Gleichzeitig verwies der 38-Jährige darauf, dass Regensburg zuletzt mehrfach gegen Top-Mannschaft wie Hamburg, Heidenheim oder Kiel spielte. "Jedes Spiel ist auf Messers Schneide, aber wir haben in jedem Spiel gezeigt, dass wir mithalten können", blieb Selimbegovic deshalb überzeugt davon, dass vor dem SSV keine unruhige Saison liegen wird.