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Standardschwäche beim SSV: "Aus wenigen Torchancen viele Gegentore"

© imago images / Passion2Press

Zum Saisonstart gab es beim SSV Jahn Regensburg fünf Spiele in Folge ohne Niederlage, nun musste die Elf von Cheftrainer Mersad Selimbegovic aber erneut als Verlierer vom Platz gehen. Aus dem Spiel heraus ließ die Heimmannschaft kaum etwas zu, doch beim ruhenden Ball kassierte SSV-Schlussmann Kevin Kunz gleich drei Buden. Zu viel, wie die letzten Spiele zeigten.

"Passt irgendwie zum Tag"

Mit zwei Siegen und drei Unentschieden waren die Regensburger in die neue Spielzeit gestartet, gerade einmal drei Gegentore musste das Team von Mersad Selimbegovic schlucken. So viele gab es am Sonntag von Osanbrück allein nach ruhenden Bällen, denn die Gäste verwandelten zwei Elfmeter und einen Freistoß direkt. "Wir waren dann in Rückstand und wussten ganz ehrlich nicht ganz, wieso, weshalb, warum", suchte der Übungsleiter nach der Partie in der Pressekonferenz nach Antworten. Zwar habe der Gegner seine Sache gut gemacht – und insbesondere der Freistoß war gut – aber auch Selimbegovic betonte: "Aus dem Spiel heraus hatten sie bis dato keine Torchance gehabt."

Die Regensburger, die durch den vierten Saisontreffer von Andreas Albers sogar früh in Führung gingen, rannten dem Rückstand hinterher. Osnabrück nutzte die Lücken und stellte auf 1:4 aus Regensburger Sicht. "Es war wichtig, Moral zu zeigen und nicht aufzugeben", ließen sich Selimbegovic und sein Team nicht hängen, netzten durch Aaron Opoku zum zweiten Mal ein und vergaben nur 120 Sekunden später die Möglichkeit zum Anschlusstreffer. Selimbegovic kann nur festhalten: "Wenn wir den reingemacht hätten, wäre es sehr spannend geworden. Es passt irgendwie zu dem Tag, das ein paar Sachen einfach nicht auf unserer Seite waren."

Standardschwäche analysieren

Max Besuschkow vergab die große Möglichkeit vom Punkt, die Regensburger steckten nicht auf – aber die Chance zum Punktgewinn war dahin. Sieben Gegentore in den letzten beiden Spielen sorgen zurecht für zwei Niederlagen. "Es war schon das zweite Spiel hintereinander, wo wir uns ein bisschen naiv anstellen und uns selbst bestrafen", war Selimbegovic mit dem Auftritt seiner Mannschaft eigentlich zufrieden. Nur die Defensive wackelt überraschend, was der Coach allerdings nicht an Meyer-Ersatzmann Kevin Kunz festmachen wollte. "Wir waren in beiden Spielen mindestens auf Augenhöhe. Aber es ist jetzt so. Manchmal hast du eine Phase, wo du aus wenigen Torchancen vom Gegner viele Gegentore kassierst", nahm Selimbegovic sein Team in Schutz und verwies darauf, dass gerade die neue Standardschwäche analysiert werden muss. Dafür gibt es nun in der Länderspielpause genügend Zeit.