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"Sternstunde": Jahn Regensburg beeindruckt beim HSV

Der SSV Jahn Regensburg hat sich am vergangenen Sonntag endgültig einen echten Namen gemacht sich in den Vereinschroniken des Hamburger Sportvereins verewigt. Mit 5:0 siegte die Jahnelf auch in der Höhe verdient im Hamburger Volkspark und erlebte damit einen ihrer größten Tage der Vereinsgeschichte.

Sieg ohne Makel

"Wir fahren nicht nach Hamburg, um einen schönen Ausflug zu machen", sagte Trainer Achim Beierlorzer vor der Partie. Dass er diese Worte ernst meinen und seine Spieler dies so umsetzen würden, war dann aber doch nicht zu erwarten. In einer für die Gäste perfekten Partie stach insbesondere Hattrick-Schütze Sagis Adamyan hervor, doch auch die anderen Spieler zeigten eine perfekte, gar tadellose Leistung.

Entsprechend euphorisch und gelöst war Matchwinner Adamyan nach dem Spiel: "In den letzten Spielen habe ich Hundertprozentige vergeben. Das hat mich geärgert. Heute habe ich mich endlich mal belohnt – beziehungsweise wir uns als Mannschaft", so der Stürmer in der "Mittelbayrische Zeitung". Selbst den einzigen kleinen Fehler des Jahn, ein etwas unnötiges Elfmeter-Geschenk, bügelte Keeper Philipp Pentke wieder aus und parierte den schwachen Strafstoß von HSV-Spieler Aaron Hunt.

Nach dem Seitenwechsel hätte der Sieg sogar noch höher ausfallen können, doch ein Pfostentreffer und HSV-Keeper Pollersbeck verhinderten eine Erhöhung des – ohnehin schon – höchsten Zweitliga-Sieges der Vereinsgeschichte – für den HSV war es übrigens eine der höchsten Niederlagen in der eigenen.

"Regensburg still wanted blood"

Mit dem Sieg konnten sich die Regensburger auch aus der direkten Nähe zu den Abstiegsrängen entfernen und gleichzeitig das eigene Torverhältnis deutlich verbessern. Dennoch mahnte Trainer Beierlorzer an, dass es vorrangig nur um drei Punkte gegangen sei. Schon unter der Woche gegen den 1. FC Heidenheim erwarte seine Elf ein neues und schweres Spiel. Ganz ablegen konnte er die Euphorie über die Leistung seines Teams jedoch nicht.

Auch er nannte es "eine Sternstunde für den Jahn" und sei "unfassbar stolz" auf seine Mannschaft. Selbst international machte sich der SSV mit diesem Sieg einen Namen. Die internationale Zeitung "Varvel" nahm die Niederlage der Hamburger auf und unterstrich die Gier der Gäste auf Tore und den Sieg. Auch nach dem 4:0 und 5:0 hätten die Regensburg wörtlich "noch Blut gewollt", heißt es in der Zeitung. Mit einer Leistung wie gegen den – zugegeben schwachen – HSV kann der Jahn sich auf die kommenden Aufgaben in der Liga freuen und sich möglicherweise ein sicheres Polster zur bedrohten Zone in der Liga anlegen.