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"Tut vierfach weh": Schalke wieder im Abwärtstrend?

IMAGO / Sportfoto Rudel

Nach dem überragenden 3:0-Sieg gegen Dresden schien auf Schalke die Welt wieder etwas in Ordnung, doch nun folgte mal wieder Ernüchterung. Nach einem harmlosen Auftritt und der 0:1-Pleite gegen den 1. FC Heidenheim zeigten sich die Schalker maßlos enttäuscht.

Nacht und Nebel

Eigentlich erlebt der FC Schalke am Freitagabend ein typisches 0:0-Spiel. Selbst konnte sich S04 über 90 Minuten keine einzige richtige Torchance erspielen und stand defensiv eigentlich ganz gut, konnte aber froh sein, dass Heidenheims Mohr in der Anfangsphase lediglich die Latte traf (18.). Der Bundesligaabsteiger zeigte sich dabei etwas überrascht von der Ausrichtung der Gastgeber. "Die Heidenheimer hatten das System umgestellt, haben fast Mann gegen Mann gespielt", analysierte S04-Trainer Grammozis nach der Partie. So habe sich sein Team insgesamt "im letzten Drittel nicht torgefährlich genug" gezeigt, sodass mehr als ein Punkt auch zu keinem Zeitpunkt drin war.

Neben die Heidenheimer Umstellung kamen zudem noch weitere externe Faktoren: Absolute Finsternis gepaart mit dichten Nebelschwaden, die das Spiel merklich verlangsamten, sodass kaum Spielfluss entstand. "Es wird nicht viele schwerere Spiele geben in der Zweiten Liga als bei Nacht und Nebel gegen einen Gegner, der dreimal in Serie verloren hat und sich dafür rehabilitieren will", war sich Schalker Ersatzkeeper Martin Fraisl sicher, der gegen Heidenheim sein erstes Gegentor hinnehmen musste.

Die Hoffnung lebt

Ebendieser Gegentreffer sorgte dafür, dass am Ende nicht einmal ein Punkt stand. Nach einer Freistoßflanke stand Hüsung gut in der Luft und erlöste die Heidenheimer kurz vor dem Abpfiff (89.). "Bitter" sei es, so Grammozis, "durch einen späten Standard noch zu verlieren". Entsprechend sei er und das gesamte Team "enttäuscht". Zumal die Last-Minute-Pleite auf das Aus im Pokal gegen Drittligist 1860 München folgte und eine Woche zum Vergessen komplett machte. "Die Niederlage tut nicht nur doppelt, sondern vierfach weh", gestand Fraisl nach dem Spiel verärgert.

Nach dem Spiel wurden die Spieler dennoch von den mitgereisten Fans gefeiert. Platz 3 hat auch nach dem Spiel vorerst weiter Bestand. "Die Fans haben uns nach dem Spiel für unseren Einsatz gefeiert. Sie sehen, dass wir alles tun und ackern", ist sich Fraisl sicher. Auch der wiedergenesene Kapitän Latza wollte nicht alles schwarzmalen: " Den Willen kann man uns nicht absprechen, der letzte Pass hat heute aber gefehlt", befand er. Wenn dies wieder gelinge, "werden wir wieder gewinnen". Am besten gleich in der kommenden Woche gegen den SV Darmstadt. "Die spielen einen ganz anderen Fußball als es Heidenheim tut. Ich denke, dass uns dieser mehr liegen wird", bleibt auch Keeper Fraisl optimistisch. Nötig wäre es, um eine weitere Talfahrt im Keim zu ersticken.