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"Verdient oder glücklich ist mir egal": FCN feiert Befreiungsschlag

© IMAGO / Carmele/tmc-fotografie.de

Nürnberg feiert in Karlsruhe den zweiten Last-Minute-Auswärtssieg in Folge und darf angesichts des Tabellenfeldes leicht aufatmen. Sechs Punkte trennen den Club von der Gefahrenzone und alle beteiligten im Frankenland waren froh, dass der wichtige Sieg bei einem Top-Team der Liga gelungen war.

Möller Daehli gelingt der Lucky Punch

Über die gesamte Spieldauer entwickelte sich zwischen dem Karlsruher SC und dem 1. FC Nürnberg eine Partie, die auch gut mit einem torlosen Remis als Endergebnis bedient gewesen wäre. So kam es allerdings nicht, weil Winter-Neuzugang Mats Möller Daehli in der Schlussminute glücklich für den Club einnetzte. "Die letzten zehn Minuten waren wir etwas mehr am Drücker. Wir wussten, dass wir trotzdem aufpassen müssen", verfolgte FCN-Cheftrainer Robert Klauß gebannt den Spielverlauf, der letztlich zugunsten der Nürnberger ausschlug. Ein Presschlag vor der Karlsruher Abwehrreihe beförderte den Ball zunächst zu Manuel Schäffler, der die Kugel irgendwie noch zu Daehli spitzeln konnte.

Für Nürnberg ist es damit der zweite Auswärtssieg in Folge, erneut gelang der Coup in der Nachspielzeit. Schon beim 2:1-Sieg in Darmstadt hatte der Club das Glück auf seiner Seite. Die zwischenzeitliche Niederlage gegen St. Pauli zerrte an den Nürnberger Nerven, wie auch Klauß beschrieb: "Nach der Leistung letzte Woche gegen St. Pauli haben wir heute ein Zeichen gesetzt und gezeigt, was unser wahres Gesicht ist." Andernfalls wäre die Unruhe im Frankenland wohl gewachsen. Mit 26 Punkten und einem Vorsprung von sechs Zählern auf Braunschweig (Platz 16) kann der FCN jetzt kurz verschnaufen.

"Natürlich den Druck gespürt"

"Ich will nicht von einem verdienten oder glücklichen Sieg sprechen, das ist mir egal", wollte sich Klauß für das Zustandekommen des goldenen Treffers nicht entschuldigen müssen. Dem 36-Jährigen war klar: "Dass das fußballerisch heute nicht alles überragend wird, war uns schon vorher klar, aber wir haben ein anderes Gesicht gezeigt und die drei Punkte geholt." Zum ersten Mal seit Dezember hielt dabei die Nürnberger Abwehr dicht. Das machte auch Torhüter Christian Mathenia froh.

"Wir haben natürlich den Druck gespürt", gestand der Schlussmann, der schon mehr als eine Träne für den Club fließen ließ, ein. Die Zuversicht war bei Mathenia aber weiterhin ungebrochen: "Heute ist jeder für jeden gerannt und hat sein Herz auf dem Platz gelassen. Dementsprechend haben wir uns diesen Sieg heute erarbeitet." Am Sonntag (13:30 Uhr) steht den Nürnbergern ein wegweisendes Duell mit Braunschweig vor der Brust. Im siegreichen Fall kann sich der FCN vielleicht schon vieler Sorgen entledigen.