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Vermeintliche Schwalbe ärgert FCM: "Karte kann nicht gegeben werden"

© IMAGO / Eibner

Der 1. FC Magdeburg hat das dritte Heimspiel in der neuen Saison verloren. Dabei war das Team von Christian Titz vor über 19.000 Zuschauern nicht die schlechtere Mannschaft. Entscheidend für die 1:2-Niederlage gegen Holstein Kiel war der Platzverweis gegen Jamie Lawrence, über den die Verantwortlichen später sprachen.

"Die Szene hat das Spiel entschieden"

In der 34. Spielminute stieß Jamie Lawrence als Innenverteidiger bis in den gegnerischen Strafraum vor. Dort geriet die Bayern-Leihgabe in einen Zweikampf mit Patrick Erras – und fiel. Doch statt eines Elfmeters gab es die gelbe Karte wegen einer Schwalbe gegen Lawrence. "Die gelbe Karte könnt ihr euch gerne mal anschauen", ärgerte sich FCM-Coach Christian Titz in der Pressekonferenz nach dem Spiel. "Er hat einen klaren Kontakt gegen sich, weswegen die Karte somit nicht gegeben werden kann." Folgerichtig hätte Lawrence später nicht Gelb-Rot sehen dürfen.

Zum Zeitpunkt der vermeintlichen Schwalbe lag Kiel bereits in Führung. Der FCM betrieb anschließend einen Chancenwucher und verpasste klarste Chancen, ehe Jason Ceka den verdienten Ausgleich vor der Pause machte. "Wir gehen in Rückstand, aber danach war es ein klares Spiel. Wir haben es kontrolliert und den Gegner hinten reingedrängt", sah Titz ähnlich. Nach Heimniederlagen gegen Düsseldorf (1:2) und Frankfurt im Pokal (0:4) war der FCM drauf und dran, die erste Partie im eigenen Stadion an sich zu reißen. "Dann kam die Szene, die das Spiel gegen uns entschieden hat", so Titz.

Atik kritisiert individuelle Fehler

Bei einem Pass in den Magdeburger Strafraum lief Steven Skrzybski ein und wurde von Lawrence getroffen. "Logischerweise gab das Gelb-Rot", hielt auch Titz fest. Kiel verwandelte vom Punkt, es war die Vorentscheidung an diesem Tag. "In Unterzahl waren wir heute nicht in der Lage, das Spiel nochmal zu drehen", musste daher auch der FCM-Coach eingestehen. Über die erste Verwarnung gegen Lawrence gab es dagegen keine Zweifel, obwohl Titz sogar zugestand: "Ob der Kontakt für einen Elfmeter reicht, da lasse ich ja noch mit mir diskutieren."

Somit verliert der 1. FC Magdeburg auch das dritte Heimspiel in der bisherigen Saison. "Ganz schwierig", kommentierte Baris Atik die Situation im "MDR". Eine Niederlage gegen Kiel war keinesfalls notwendig. "Ich glaube, dass wir sie stark gemacht haben. Wir haben wieder individuelle Fehler gehabt, die bestraft wurden", so der 27-Jährige. Dazu zählen dieses Mal nicht nur die Wackler in der Defensive, sondern auch die eigene Chancenverwertung. Weiter geht es für den FCM gegen den FC St. Pauli (Sonntag, 13:30 Uhr) – dann erst einmal wieder auswärts.