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Vor HSV-Aus: Becker einig mit Hecking, Boldts Entscheidung offen

© imago images / Nordphoto

Paukenschlag beim HSV! Der Klub aus Hamburg wird nicht müde, mit Personalentscheidungen auf sich aufmerksam zu machen – dieses Mal trifft es Sport-Vorstand Ralf Becker. Der 48-Jährige wird von seinen Aufgaben freigestellt, mit Jonas Boldt steht bereits ein Nachfolger bereit.

Personal-Chaos geht weiter

In Kiel baute Ralf Becker sich gemeinsam mit Trainer Markus Anfang ein Denkmal, seinen ehemaliger Kollege traf unlängst der erbarmungslose Schlag der ambitionierten Fußball-Welt. Nun erwischt es auch Ralf Becker, der nach nur einem Jahr als Sport-Vorstand des Hamburger SV vor dem Aus stehen soll. HSV-Präsident Bernd Hoffmann hatte vor kurzem noch mitgeteilt, dass die ständigen Personalwechsel in der sportlichen Leitung des Klubs ein Ende haben müssten – nun soll Jonas Boldt das Ruder in die Hand nehmen. Der Sportdirektor von Bayer 04 Leverkusen war bereits mehrfach im Gespräch bei diversen Erstliga-Klubs, nun zieht es den 37-Jährigen an die Elbe.

Hecking vor Unterschrift gewesen

Über das plötzliche Becker-Aus des Sport-Vorstandes kann nur spekuliert werden: Hauptsächlich dürfte die Personalie Hannes Wolf und die Suche nach einem neuen Cheftrainer die ausschlaggebenden Gründe für Beckers Rausschmiss sein. Dem Vernehmen nach soll Becker zunächst wieder einen "entwicklungsfähigen Trainer" favorisiert haben, der Verein strebte jedoch einen Kurswechsel in der Klub-Philosophie an. Entsprechend waren immer wieder die Namen von Bruno Labbadia und Dieter Hecking genannt worden, mit dem Ex-Gladbacher saß Becker gestern nach "kicker"-Angaben in den letzten Gesprächen. So soll Hecking kurz vor der Unterschrift beim HSV gestanden haben, ehe Becker um 11 Uhr am Freitagmorgen entlassen wurde.  Für wen sich Nachfolger Boldt entscheiden wird, bleibt offen.