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Vrabec: "Wir sind heiß und wollen wieder den Wettkampf"

Der FC St. Pauli befindet sich momentan auf einen guten sechsten Platz in der zweiten Liga. Neun von 19 Spielen konnten die Kiez-Kicker siegreich gestalten und viermal trennte man sich unentschieden vom Gegner. Am 11. November saß Roland Vrabec erstmals als Verantwortlicher von St. Pauli auf der Trainerbank und begleitete die Mannschaft auch bis in die Winterpause. Am 21. Dezember 2013 übernahm er offiziell den Posten des Cheftrainer vom beurlaubten Michael Frontzeck.

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Trybull einziger Neuzugang

Vrabec hatte für die Vorbereitung in Belek einige Testspiele organisiert, in denen sich die Kiezer ganz gut präsentiert haben. Gegen 1860 München und Hannover 96 gab es jeweils ein 2:2 unentschieden, gegen Slask Wroclaw blieb man torlos und gegen die U23 von Bayern München (3:1) sowie Victoria Hamburg (8:1) gingen die Paulianer als Sieger vom Platz. Dabei war der Sieg gegen die Victoria teilweise eine mühsame Angelegenheit und Pauli fand erst nach dem Gegentor in der elften Minute die richtige Einstellung. Kurz vor der Pause stellten sie dann mit dem 3:1 die Weichen auf Sieg. Mit 8:1 fiel dieser auch standesgemäß aus, was man gegen die Bayern nicht behaupten konnte: Dort wurden noch zu viele Chancen liegen gelassen. Insgesamt ist Trainer Vrabec aber zufrieden mit den Vorbereitungen und freut sich auf das erste Pflichtspiel am Sonntag in Bielefeld.

Platz drei noch im Bereich des Möglichen

Mit zum Auswärtsspiel nach Bielefeld wird wohl der einzige Neuzugang Tom Trybull fahren. Er kam von Weder Bremen, denen sich im Sommer Fin Bartels anschließt. Zu Trybull sagte Sportdirektor Rachid Azzouzi: "Wir sind schon seit letztem Sommer in Kontakt und nun hat es glücklicherweise zum Winter mit seiner Verpflichtung geklappt". Der 20-Jährige absolvierte für Werder Bremen 21 Bundesligaspiele (ein Tor). Der U20-Nationalspieler erhält bei den Kiezkickern die Rückennummer 35. "Er hat trotz seiner Jugend schon einige Erfahrungen  im Profibereich sammeln können und gezeigt, dass er ein Spieler ist, der uns weiterhelfen kann. Er ist auf mehreren Positionen einsetzbar und vergrößert damit unsere Möglichkeiten vor allem im Mittelfeld", sagte Azouzzi. Trybull selbst sieht sich mit Sankt Pauli auf den richtigen Weg: "Ich war längere Zeit verletzt, bin jetzt aber wieder absolut fit und will mich in die Mannschaft einbringen, damit wir unsere Ziele erreichen können. Der Wechsel in die 2. Liga ist für mich kein Rückschritt, sondern für meine Entwicklung genau richtig. Die Gespräche mit Rachid Azzouzi und Roland Vrabec haben mich überzeugt, den Schritt zu machen“. Gegen die Arminia könnte er dann vielleicht schon zeigen, was er drauf hat.

Trainer Vrabec freut sich auf die Rückrunde und hat mit seinem Team viel im taktischen Bereich gearbeitet und vor allem auch körperlich die Grundlagen für eine erfolgreiche Rückrunde gelegt. "So sind wir in der Lage, 90 Minuten Vollgas zu geben", verspricht er: "Die Pause war lang genug. Wir sind heiß und wollen wieder den Wettkampf". Gerne möchten die Hamburger auch die Tabellensituation verbessern und sich im oberen Tabellendrittel platzieren. Auch wenn offiziell niemand von Aufstieg spricht: Wenn die Mannschaft konstant in der Rückrunde spielt, könnten sie vielleicht vom Relegationsplatz träumen.