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Weiter geht’s! Fragen und Antworten zum Wiederbeginn der 2. Liga

© imago

Mit einer Englischen Woche startet die 2. Bundesliga am Dienstag in das Fußballjahr 2019. Den Anfang machen der VfL Bochum und der MSV Duisburg, die bereits um 18.30 Uhr den 19. Spieltag einleiten. Anders als in den vergangenen Jahren scheint die Tabellensituation sowohl an der Tabellenspitze als auch in der Abstiegszone recht eindeutig zu sein, aber erfahrungsgemäß kann in der Zweiten Liga einfach alles passieren. liga2-online.de blickt voraus auf die Rückrunde und beantwortet die wichtigsten Fragen nach der Winterpause. 

Wer sind die Aufstiegsfavoriten?

War der Hamburger SV bereits als großer Favorit auf den Aufstieg in die Saison gestartet, gab es für den Verein aus der Hansestadt zunächst einmal einen harten Aufprall in der Realität. 0:3 hieß es am ersten Spieltag zu Hause gegen Holstein Kiel, wieder einmal fanden die Fans ihren HSV erst beim runterscrollen ganz unten in der Tabelle. Doch die Hamburger sollten sich wieder fangen und nach der Ablösung von Christian Titz durch Hannes Wolf auch bald schon von Platz eins grüßen. Zwischendurch blieb man sogar zwölf Spiele in Folge ungeschlagen (acht Siege, vier Unentschieden), es musste erst wieder gegen Kiel gehen, damit die Serie riss (1:3).

Als Spitzenreiter (37 Punkte) startet der Hamburger SV nun natürlich mit der bestmöglichen Ausgangsposition in das neue Jahr, muss dabei aber vor allem in der Offensive zulegen, möchte man bis zum Ende vorne dabei bleiben. Mit 25 erzielten Treffern liegt man in dieser Kategorie gerade einmal im Mittelfeld der Tabelle.

Besser machte es da der direkte Verfolger Köln, der als Zweitplatzierter nur einen Punkt weniger auf dem Konto, mit 47 Toren aber die beste Offensive der Liga hat. Dabei können sich die Kölner in erster Linie auf Torjäger Simon Terodde verlassen, der 30-Jährige erzielte bei 17 Einsätzen beachtliche 22 Tore und zeichnet sich damit fast für die Hälfte aller FC-Tore alleine verantwortlich.

Hinter dem Spitzenduo befinden sich der FC. St. Pauli (34 Punkte), der 1. FC Union Berlin (31), Holstein Kiel (30) und der 1. FC Heidenheim (30) in der Verfolgerrolle und haben die Hoffnung, bis zum Schluss um einen Aufstieg mitspielen zu können. Mit den direkten Duellen Heidenheim gegen Kiel (Mittwoch, 20:30 Uhr) und Union Berlin gegen Köln (Donnerstag, 20:30 Uhr), wird dabei schon zu Beginn des neuen Jahres eine Tendenz zu sehen sein, für welchen Verein die Reise wohin geht.

Für wen wird es im Tabellenkeller eng?

Es ist gerade einmal eineinhalb Jahre her, da stieg der FC Ingolstadt aus der Bundesliga ab. Nun droht den Schanzern, wie schon einigen ehemaligen Bundesligisten zuvor (zum Beispiel: Eintracht Braunschweig, SC Paderborn) gar der Gang in die 3. Liga. Oftmals blutleer und ideenlos zeigte sich der FCI in der Hinrunde, holte gerade einmal zehn Punkte und steht damit zurecht auf dem letzten Tabellenplatz. Aufgrund der sportlichen Talfahrt musste zunächst Trainer Stefan Leitl seinen Hut nehmen, bevor noch im Laufe der Hinrunde auch dessen Nachfolger Alexander Nouri wieder gefeuert wurde. Mit Jens Keller soll nun der dritte Trainer den Abstieg aus der 2. Bundesliga verhindern. Einfach wird das zwar nicht, noch beträgt der Abstand auf die Nichtabstiegsplätze aber nur drei Punkte.

Wieder runtergehen könnte es für den FC Magdeburg. Der Aufsteiger musste bis zum 8. Spieltag auf seinen ersten Zweitligasieg der Vereinsgeschichte warten und sollte anschließend auch keinen weiteren Erfolg erzielen. Im Winter wurde allerdings noch einmal ordentlich nachgerüstet, mit Jan Kirchhoff, Timo Perthel, Steven Lewerenz und Giorgi Loria wurden vier Neuzugänge geholt, die sofort weiterhelfen sollen.

Mit elf Punkten gehen die Magdeburger als Vorletzer ins Jahr 2019 und möchten aber möglichst schnell die Konkurrenz vom MSV Duisburg und dem SV Sandhausen (jeweils 13 Punkte) hinter sich lassen.

Was waren die wichtigsten Transfers im Winter?

Für die größte Überraschung im Winter-Transferfenster konnte sicherlich der FC St. Pauli sorgen. Der Verein aus Hamburg holte den vertragslosen Alexander Maier zurück auf den Kiez, wo der heute 36-Jährige bereits zwischen 2001 und 2003 kickte. Mit 276 Bundesligaspielen (93 Tore) kann Meier auf eine Fußballerfahrung wie kein zweiter in der Liga verweisen, spätestens seit seinem Gewinn der Torjägerkanone in der Saison 2014/2015 (19 Treffer) ist er bei den Fans zudem unter dem Namen "Fußballgott" bekannt.

Zwei nicht minder interessante Transfers wickelte aber auch der 1. FC Köln ab und zeigte damit seine Ambitionen um den Aufstieg. Von Werder Bremen wurde der österreichische Nationalspieler Florian Kainz losgeeist, vom FC Schalke 04 kam zudem der zuletzt nach Sevilla verliehene Johannes Geis. Und auch Anthony spielt mittlerweile wieder für den FC, wartet aber wegen Streitigkeiten mit seinem letzten Verein aus China noch auf eine Spielerlaubnis.

Spannung versprechen zudem die Transfers von Simon Zoller zum VfL Bochum, Felix Wiedwald zum MSV Duisburg oder Dennis Dieckmeier zum SV Sandhausen. Außerdem kann sich die 2. Bundesliga auch auf zwei weitere Rückkehrer freuen. So fand Reinhold Yabo in diesem Winter zurück zu Arminia Bielefeld und Union Berlin vollzog eine Leihe von Carlos Mane von Sporting Lissabon. Der Rechtsaußen spielte bereits für den VfB Stuttgart in Deutschlands zweiter Liga und wurde am Ende Meister und stieg mit den Schwaben in die Bundesliga auf.