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"Wieso, weshalb, warum": SSV-Coach ärgert Keller-Pleite enorm

© IMAGO / Joachim Sielski

Im Abstiegskampf der 2. Bundesliga hielt sich der SSV Jahn Regensburg überwiegend unbeschadet, doch bei der 0:2-Niederlage in Braunschweig musste sich die Elf von Cheftrainer Mersad Selimbegovic wieder geschlagen geben. Besonders die Art und Weise der Gegentore stieß dem SSV-Coach sauer auf.

Jahn wähnt sich dem Tor näher

In der bisherigen Jahrestabelle sammelte der SSV Jahn Regensburg zuletzt neun Punkte in acht Spielen aus dem Kalenderjahr 2021. Das ist wahrlich nicht die ganz große Punktesammlung, aber zumindest hielt sich Cheftrainer Mersad Selimbegovic mit seiner Mannschaft vor allem in den direkten Duellen im Tabellenkeller überwiegend schadlos. Sandhausen und Nürnberg wurden besiegt, gegen Darmstadt gab es ein Remis. Nur gegen St. Pauli verloren die Regensburger – und am Freitagabend dann aber auch gegen Eintracht Braunschweig.

"Wir haben nicht so schlecht begonnen, waren auch richtig gut im Spiel und hatten die ersten Torchancen. Wir haben das ganze mehr oder weniger kontrolliert", sah Selimbegovic dabei anfangs einen guten Auftritt seiner Mannschaft, in dem die Regensburger gefühlt das stärkere Team war. Bei Braunschweig spielte Nervosität mit, wie auch der SSV-Coach festhielt: "Es war ein offenes Spiel, aber ich habe im Gefühl gehabt, dass wir ein bisschen näher dran sind, ein Tor zu machen." So kam es allerdings nicht, denn am Ende des Tages ging Regensburg torlos vom Platz. Der BTSV dagegen erzielte zwei Treffer – und die Art und Weise war Selimbegovic nicht recht.

"Baust den Gegner auf"

"Sie bekommen einen Einwurf, dann schlafen wir kurz. Danach ist Ecke, wir klären einmal und schlafen wieder beim zweiten Ball", ärgerte sich der 38-Jährige, der den ersten Gegentreffer hinnehmen musste und ahnte, dass es "brutal schwierig" werden würde. Damit aber noch nicht genug, denn Regensburg ließ die Braunschweiger weiter gewähren: "Du baust den Gegner auf und es kommt zum Freistoß. Da wird uns eine Variante verkauft, falls es eine Variante war, nach der es 0:2 steht und du weißt nicht wieso, weshalb, warum."

Am Ende netzte Nick Proschwitz schlichtweg ein, der Jahn lief einem doppelten Rückstand hinterher. "Statt, dass wir noch schneller nach vorne spielen und das Geschehen in den gegnerischen Sechzehner verlagern, haben wir hintenrum jedes Mal gefühlt zweieinhalb Minuten gespielt. So erzeugst du keine Frequenz", legte Selimbegovic den Finger in die nächste Wunde, denn von einem Aufbäumen war seitens der Regensburger nicht mehr viel zu sehen. Das Spiel trudelte aus, der SSV blieb bei 26 Punkten stehen. Weil der direkte Konkurrent aus Braunschweig dieses Mal gewann, schmolz der Vorsprung wieder auf sechs Zähler zusammen – und könnte im Laufe des Spieltags noch geringer werden.