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Zwischenfazit Heidenheim: Solider Start gibt Grund zur Hoffnung

Die Länderspielpause hält Einzug in den beiden Bundesligen. Das gibt uns Zeit, einen kurzen Blick auf den 1. FC Heidenheim zu werfen und ein kleines Zwischenfazit zu ziehen. Dabei fällt auf, dass der 1. FCH bereits früh in der Saison in der zweiten Bundesliga angekommen ist. Nach vier Spieltagen steht der Aufsteiger von der Ostalb auf dem elften Tabellenplatz. Und nicht nur die Leistung auf dem Platz überzeugt über weite Teile der bisherigen Saison, auch das Umfeld hat sich auf die zweite Bundesliga eingestellt.

Leistung und Ergebnisse stimmen 

Positiv überrascht war man nach dem ersten Auftritt vor heimischer Kulisse. Gegen den etablierten FSV Frankfurt konnte man ein 0:1, zum historischen, ersten Sieg im Fußballunterhaus umwandeln. Die Mannschaft bewies Moral und ging letztlich nicht unverdient als Gewinner vom Platz. Bei der anschließenden Partie in Braunschweig zeigte das Team ebenfalls eine sehr ansprechende, auch wenn das Ergebnis von 0:3 vielleicht nicht darauf schließen lässt. Es folgten zwei Unentschieden, die unterschiedlicher fast nicht hätten sein können. Im Heimspiel zeigte die Mannschaft von Trainer Frank Schmidt eine indiskutable Leistung in der ersten Hälfte, kam dann aber wie verwandelt aus der Kabine und war 1860 spielerisch mindestens ebenbürtig. Gegen den KSC war auch nur eine Halbzeit wirklich ansprechend, aber die Mannschaft hat aus dem ersten Auswärtsspiel in Braunschweig gelernt und nutzte die wenigen Möglichkeiten vor dem Tor eiskalt aus und konnten trotz eines Ballbesitzanteils von nur 29 Prozent einen Punkt mitnehmen.

Hoher Aufwand für relativ wenig Punkte 

Gegen den KSC ist die Heidenheimer Truppe rund zwei Kilometer mehr gelaufen als der Gegner. Das alles war nötig, um wenigstens einen Punkt aus Karlsruhe zu entführen. Auch bereits gegen Braunschweig und München musste das Team viel investieren, um eine Chance auf einen Punktgewinn zu haben. Während das Team sehr viel Einsatz zeigen muss, um erfolgreich zu sein, muss gleichzeitig die Fehleranzahl minimiert werden. Und gerade gegen 1860 waren individuelle Fehler und ein inkonsequentes Defensivverhalten die Auslöser für die beiden Gegentore im Spiel. So hat sich das Team selbst, um einen noch höheren Lohn gebracht.

Spiele und Erfahrungen gewinnen 

Zu den zwei Heimspielen kamen im Schnitt 12.000 Zuschauer, was ein Viertel der Einwohnerzahl von Heidenheim entspricht. Auch auswärts ist die Anzahl der Gästefans für den Aufsteiger akzeptabel. Besonders bei Heimspielen wird die Mannschaft grandios unterstützt. Dies birgt aber auch die Gefahr, dass das Team zu sehr überdreht. In den ersten Spielen konnte man schon feststellen, dass die Mannschaft noch etwas nervös ist und zu viele, leichte Fehler macht, die im Bundesliga-Unterhaus einfach gnadenloser bestraft werden, als noch in der Dritten Liga. Es gibt aber nur eine Möglichkeit sich in diesem Punkt zu verbessern. Das sind die Spiele, die man die gesamte Saison über bestreitet. So sammelt man Erfahrung und wird in gewissen Aktionen abgeklärter und behält in vielen Situationen die Ruhe.

FOTO:  FU Sportfotografie