Baumgart: "Die Enttäuschung ist groß, weil mehr drin war"

Lange Zeit sah es danach aus, als würde der Hamburger SV im Auswärtsspiel bei Greuther Fürth nach dem 3:0 gegen Wehen Wiesbaden einen weiteren Sieg nachlegen. Doch am Ende reichte es nur zu einem 1:1, wodurch die Hamburger auf Rang vier abrutschen. Dabei trauerten die Protagonisten vor allem dem verpassten 2:0 nach.

Fürth trifft aus dem Nichts zum Ausgleich

"Wenn du die Torchancen siehst, dann muss man sagen, es muss mehr als ein Tor sein", urteilte Steffen Baumgart nach dem Spiel am "Sky"-Mikrofon. "Jetzt fährst du mit einem Teilerfolg nach Hause, der sehr weh tut. Die Enttäuschung heute ist groß, weil mehr drin war", brachte er die Hamburger Gefühlslage auf den Punkt.

Auch Mirko Muheim, der seine Farben mit einem satten Distanzschuss nach einer kurz ausgespielten Ecke nach einer knappen Stunde in Führung gebracht hatte, war nach dem Spiel gefrustet: "Wir haben nicht viel zugelassen, dann bekommen wir ein Traumtor gegen uns, das ist natürlich bitter". Der nicht minder sehenswerte Treffer des Fürthers Jomaine Consbruch - er kam aus dem berühmten Nichts. Und kostete den Rothosen letztlich zwei wichtige Punkte.

Nemeth verpasst die große Chance aufs 2:0

Besonders ärgerlich war dabei aus Sicht der Protagonisten, dass der HSV "eigentlich genug Chancen auf das 2:0" hatte, so Muheim. In dieselbe Kerbe schlug auch sein Trainer: "Am Ende stehst du vier-, fünfmal vor dem Torwart und machst die Dinger nicht", haderte Baumgart. Allen voran der verpassten Möglichkeit in der 70. Spielminute dürften die HSV-Fans nachtrauern, als Andras Nemeth nach Zuspiel von Bakery Jatta völlig frei vor dem Fürther Tor zum Abschluss kam, aber an Jonas Urbig scheiterte.

Auch nach dem Fürther Ausgleich hatten die Hanseaten noch ihre Chancen, doch es sollte einfach nicht sein. Am Ende stand das erste Unentschieden unter Neu-Coach Baumgart auf der Anzeigetafel, aufgrund dessen der HSV Rang 3 an Fortuna Düsseldorf abgeben muss und ist nun nur noch Vierter ist. "Dass wir mit dem Ergebnis nicht zufrieden sind, darüber brauchen wir nicht sprechen", ließ Baumgart nach dem Spiel verlauten. Dennoch wollte der Übungsleiter nicht alles schlecht reden: "Insgesamt haben wir viel von dem umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten." Gleichwohl zählen im Kampf um den lang ersehnten Aufstieg allen voran Punkte. Die nächste Chance auf solche bietet sich dem HSV am kommenden Samstag in Kaiserlautern.

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