FCK punktet bei Funkel-Debüt: "Ein Schritt nach vorne"

Bei seiner Rückkehr auf die Trainerbank hat Friedhelm Funkel den Abwärtstrend des 1. FC Kaiserslautern mit einem 1:1 beim 1. FC Nürnberg gestoppt. Nach sechs Niederlagen in Folge ist der Punktgewinn ein erster Schritt in die richtige Richtung, auch weil die Abwehr besser stand.

"Ein Fortschritt, was die Defensivleistung angeht"

Nur drei Tage hatte der 70-jährige Zeit, um die Mannschaft auf das Auswärtsspiel in Nürnberg vorzubereiten. Dass es ihm dennoch gelang, die Spieler gut auf den Gegner einzustellen, verdankt er seinem Trainerstab: "Der Dank gilt meinem Trainerteam, die mir sehr geholfen haben in den drei Tagen. Sie haben einen großen Anteil daran, dass wir hier einen Punkt geholt haben", hob Funkel direkt zu Beginn seiner Rede auf der Pressekonferenz nach dem Spiel vor.

Seine Schützlinge setzten viel von dem um, was ihnen auf den Weg gegeben wurde. "Wir haben kompakt gestanden und haben nicht allzu viel zugelassen." Denn im ersten Schritt geht es darum, "die Gegentorflut einzudämmen". Das ist den Roten Teufeln gelungen, auch dank erfahrener Akteure wie Kevin Kraus, Kenny Redondo und Jean Zimmer, die neu in die Startelf rückten. "Das war heute ein Fortschritt, vor allem, was die Defensivleistung angeht. Wir haben gut verteidigt und besonders in der ersten Halbzeit ein paar gute Nadelstiche setzen können", so Kraus.

Auch Funkel gefiel der engagierte Auftritt seiner Schützlinge. "Wir haben viele Umschaltmomente gehabt, viele Torschüsse, wir sind viel gelaufen." Die Führung durch Richmond Tachie hielt bis zur 64. Minute, dann war aber der Ausgleich fällig. "In der zweiten Halbzeit haben wir nicht schnell genug umgeschaltet, da ist Nürnberg besser ins Spiel gekommen", erklärte Funkel. Den verdienten Punktgewinn wertet er dennoch als einen Schritt nach vorne.

"Bin optimistisch, dass wir das Ziel erreichen können"

Für Funkel persönlich war es ein besonderes Erlebnis, nach zweieinhalb Jahren wieder an der Seitenlinie zu stehen. "Ich liebe den Fußball, mir macht es nach wie vor Spaß." In den vergangenen Monaten habe er genügend Kraft getankt für die anspruchsvolle Aufgabe. Seine Stimmbänder müssen sich aber erst wieder auf die Belastung einstellen. "Ich bin am Spielfeldrand noch ein bisschen laut, aber meine Stimme wird sich daran gewöhnen. Ich freue mich auf die nächsten Wochen und glaube an die Mannschaft."

Mit dem Unentschieden rückt der FCK auf einen Punkt an Eintracht Braunschweig heran, die auf dem ersten Nichtabstiegsplatz liegen. Daher ist auch dem Veteran klar: "Wir haben noch einen weiten Weg vor uns. Wir müssen viel arbeiten." Nichtsdestotrotz ist er zuversichtlich, was den Klassenverbleib angeht: "Der Wille der Mannschaft ist da. Von daher bin ich sehr optimistisch, dass wir das Ziel erreichen können." Im ersten Heimspiel am kommenden Samstag erwartet Funkel gleich ein heißes Derby gegen den Karlsruher SC.

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