Karlsruhe: Effektivität ebnet Weg zum ersten Auswärtssieg

Der Karlsruher SC hat durch das 2:0 bei den Würzburger Kickers den ersten Auswärtssieg der laufenden Saison eingefahren. Dabei zeigten die Badener viele Tugenden, die sie in den Spielen zuvor noch haben vermissen lassen.

Erster Torschuss gleich erfolgreich

Der KSC trat zu Beginn der Partie wie eine typische Auswärtsmannschaft auf. Abwartend ließ die Oral-Elf den Gastgeber das Spielgeschehen übernehmen, zeichnete sich aber schon zu Beginn durch eine gut gestaffelte Defensive aus. Eine Qualität, die in den letzten Spielen, vor allem beim 0:3 gegen Nürnberg, nicht über die gesamten 90 Minuten gezeigt werden konnte. Ein weiterer Punkt, den der KSC in der laufenden Spielzeit noch nicht allzu oft zeigte war die lupenreine Effizienz: Nach einer Drangphase der Würzburger, in der es eigentlich nur noch eine Frage der Zeit war, dass der Gastgeber in Führung geht, nutzte der KSC gleich seine erste Chance. Moritz Stoppelkamp, dessen Verpflichtung sich zweifelsohne bezahlt macht, zog nach 16 Minuten von der rechten Strafraumgrenze ab und ließ Robert Wulnikowski im Kickers-Tor keine Chance. In der Folge zog der KSC sein Spiel aus der kompakten Defensive heraus weiter durch.

In der zweiten Hälfte, welche aufgrund eines Fluchtlichtausfalls für zehn Minuten unterbrochen werden musste, hatte Mavrias sieben Minuten nach Wiederanpfiff die große Chance auf 2:0 zu erhöhen, verfehlte aber knapp. Aber auch Würzburg gab sich keineswegs geschlagen. Daghfous verzog einen direkten Freistoß (57.). Zehn Minuten später schlug der KSC dann eiskalt zu. Dennis Kempe sorgte nach einer Stoppelkamp-Ecke für das 2:0 und somit für den Endstand (67.).

Oral-Taktik geht auf – KSC bereit für Derby

Es war das erste Mal in dieser Saison, dass die Defensivtaktik von Tomas Oral vollends aufging. Der KSC stand tief, ließ sich aber trotzdem nicht hinten rein drängen und verteidigte stark. So stellt sich Oral das Spiel vor und wenn die Mannschaft haarsträubende Fehler im Defensivspiel, wie es in dieser Spielzeit schon oft der Fall war, auslässt, dann kann diese Spielweise auch von Erfolg gekrönt sein. In Würzburg hat es zumindest schon einmal funktioniert. Dementsprechend zufrieden war der KSC-Coach im Anschluss an die Partie auch: „Der Sieg ist verdient. Wir haben uns gut auf den Gegner eingestellt und haben nichts zugelassen und unsere erste torgefährliche Situation genutzt. Es war eine tolle Mannschaftsleistung.“

Wichtig war der Sieg auch vor allem im Hinblick auf die kommende Woche. Denn dann steht das große Derby gegen den VfB Stuttgart an, den der KSC am Sonntag im heimischen Wildpark empfängt. Zwar gehen die Badener allein aufgrund der Tabellensituation als Außenseiter in die Partie. In dieser Liga und vor allem in einem Derby ist aber alles drin. Dem Selbstbewusstsein der Mannschaft dürfte der Sieg in Würzburg dabei nochmal gut getan haben.

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