Karlsruher SC: Optimistisch in die Restsaison

Nach sieben langen Wochen geht es auch für den Karlsruher SC am Sonntag mit der Partie gegen den FSV Frankfurt wieder um Punkte. Liga2-online.de wirft im Folgenden einen Blick auf die Vorbereitung der Badener und schätzt die Chancen der Kauczinski-Elf ein.

Ungeschlagen durch die Vorbereitung

Geht man nach den Ergebnissen in den Testspielen so ist der KSC mehr als bereit, um wieder in den Ligabetrieb einzugreifen. Fünf Spielen stehen vier Siege zu Buche. Am beeindruckendsten war hierbei sicherlich der 2:1-Erfolg im heimischen Wildpark gegen den FC Bayern München, der in dieser Partie keinesfalls mit einer B-Mannschaft antrat. Auch im Rahmen des Trainingslagers im spanischen Benahavis konnten die KSC-Kicker gegen CS Pandurii Targu Jiu und Ligakonkurrent SC Freiburg jeweils mit einem 1:0-Erfolg als Sieger den Platz verlassen. Die Generalprobe bei der SpVgg Greuther Fürth ist durch ein 2:1-Sieg ebenfalls geglückt. Lediglich gegen den FC Ingolstadt mussten die Karlsruher eine 1:0-Niederlage einstecken. Die Eindrücke aus den Spielen und auch aus dem Trainingslager sind sehr vielversprechend und auch die sportliche Leitung, allen voran Jens Todt, sprachen optimistisch von einer ordentlichen Vorbereitung, sodass dem Start nichts mehr im Wege stehen dürfte.

Änderungen im Kader – Weichen für Zukunft werden gestellt

Anders als im Vorfeld angekündigt tat sich im Kader des KSC doch so einiges, vor allem in Sachen Abgängen. Ursprünglich wollten die Verantwortlichen nämlich weder Neuzugänge präsentieren, noch sich von Akteuren trennen, doch im Fußball ist nun mal nichts planbar. So haben Jan Mauersberger (1860 München), Pascal Köpke (Erzgebirge Aue) und Tim Grupp (Neckarelz) den Verein verlassen, letztere aber nur auf Leihbasis. Jedoch handelt es sich bei allen Akteuren keinesfalls um Stammkräfte, sodass diese Abgänge keineswegs einen Qualitätsverlust darstellen dürften. Aber auch in Sachen Verpflichtungen wurde Sportdirektor Jens Todt tätig und holte den 20-jährigen David Kinsombi, um ihn direkt nach Magdeburg weiterzuverleihen. Beim KSC wird also auch schon im Hinblick auf die nächste Saison gearbeitet. So wurde der Vertrag mit Kapitän Dirk Orlishausen verlängert, was von beiden Seiten ein starkes Zeichen ist, da Orlishausen seinen Stammplatz zuletzt an René Vollath, der seinen Kontrakt ebenfalls verlängerte, abgeben musste. Dies dürfte auch im Hinblick auf die erste Elf die spannendste Personalie sein. Beide Torhüter lieferten sich einen fairen Wettkampf, wer letztendlich die Nase vorn hat kann aber nur erahnt werden und wird sicherlich auch erst am Sonntag aufgelöst werden.

Abschiedstournee für Kauczinski

Die letzten 15 Spiele der Saison bedeuten zugleich auch die letzten Partien für KSC-Coach Markus Kauczinski als hauptverantwortlicher Chefcoach der Badener. Wer die Vorbereitung aber verfolgt hat und sieht, wie Mannschaft und Trainer weiterhin zusammenarbeiten, kann sich sicher sein, dass dies nur ein Extra-Motivationsschub für Spieler und Coach sein wird. Die Akteure werden alles dafür geben, dass sich Kauczinksi ordentlich aus Karlsruhe verabschieden kann und bestenfalls nicht mehr in größere Sorgen geraten muss, sondern den Blick vielmehr nach oben richten kann. Wer sein Nachfolger wird, steht indes noch nicht fest. Glaubt man den letzten Berichten so sollen aber nur noch Co-Trainer Argirios Giannikis, für den sich auch schon einige Spieler ausgesprochen haben, und Tayfun Korkut im Rennen um den Trainerposten sein.

Nun gilt es aber erst einmal die Saison erfolgreich zu Ende zu bringen. Die Mannschaft wirkt selbstbewusster und vom Kopf her freier als noch in der Sommervorbereitung. Die Ergebnisse und die Leistungen in den Testspielen waren vielversprechend und auch die Verantwortlichen haben nicht ausgeschlossen nochmal in den Kampf um den dritten Platz eingreifen zu können. In dieser Liga ist erfahrungsgemäß zwar alles möglich, jedoch sind acht Punkte Rückstand bei 15 Spielen doch etwas viel. Für eine Platzierung zwischen Platz vier und sieben kann es für den KSC aber allemal noch reichen und somit würde eine zwischenzeitlich verkorkste Saison noch mehr als ordentlich abgeschlossen werden.

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