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2:2 gegen Bochum: Dynamo steht sich selbst im Weg

Trotz frühem Rückstand durch eine intelligente Standardvariante der Bochumer Gäste sah Dynamo Dresden im heimischen DDV-Stadion bis kurz vor Spielschluss wie der Sieger aus. Doch der VfL stemmte sich in den Schlussminuten erfolgreich gegen die drohende Niederlage und erzielte den späten Ausgleich.

Phantomtor auf der einen und der „Bob“ auf der anderen Seite

Die Partie nahm am Samstag sofort Fahrt auf. So verweigerte das Schiedsrichtertrio einem vermeintlichen Treffer von Gogia die Anerkennung. Auf der anderen Seite zeigte Bochum eine Eckballvariante, die mit „Bob“ treffend beschrieben wird. Diese führte zum 1:0 für die Gäste aus Westdeutschland.

Das Gegentor schien die Dynamos zu verunsichern. So fehlte in diesen Minuten in allen Mannschaftsteilen der Zugriff aufs Spiel. Besonders das Mittelfeld ließ die sonst gewohnte Ordnung vermissen. Mit zunehmender Spieldauer besann sich das Heimteam aber wieder auf eine ihrer Stärken – auf das Flügelspiel. Folglich tankte sich Gogia in der 32. Minute auf dem linken Flügel durch und flankte scharf vors Tor. Aosman zeigte sich am gedankenschnellsten und beförderte den Ball zum Ausgleich ins Bochumer Gehäuse.

Bis zur Halbzeit verteidigte Dynamo fortan hoch und versuchte durch Pressing mit schnellem Umkehrspiel zu Torerfolgen zu kommen. Bochum leistete sich nun zu viele Fehler im Spielaufbau. Einen von diesen bestrafte Kutschke nach Vorarbeit von Berko in der 40. Minute.

Dynamo nutzt Großchancen nicht und lässt somit Bochum im Spiel

Sowohl vor als auch nach der Halbzeit ging Dynamo mit weiteren hochkarätigen Torchancen nahezu fahrlässig um. Entweder scheiterten die Schwarz-Gelben an den eigenen Nerven (Gogia), dem Pfosten (Berko) oder an Riemann (Aosman) im Tor der Bochumer.

Nach Berkos Kopfball an den Pfosten in der 56. Minute verflachte dann das Spiel zusehends. Bochum gab sich aber keinesfalls geschlagen und intensivierte in den letzten 15 Spielminuten noch einmal seine Offensivbemühungen. Lohn hierfür war der Ausgleich durch Mlapa in der 85. Minute, als erst Aosman die Flanke nicht unterbindet und dann Kreuzer sowie J. Müller den Torschützen nicht am Kopfball hindern können.

Enttäuschung trotz gutem Spiel

Die Enttäuschung über das Ergebnis des Spiels war nach dem Schlusspfiff dem gesamten Team deutlich anzumerken. Trotz guter Leistung musste man sich mit einem Unentschieden zufrieden geben. Einerseits ist eine Punkteteilung  für einen Aufsteiger gegen spielstarke Bochumer aller Ehren wert. Andererseits wäre mit einer besseren Chancenverwertung und konzentrierterer Spielweise in der letzten Viertelstunde auch ein Sieg im Bereich des Möglichen gewesen.