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96 feiert Derbysieg: "Qualität hat sich durchgesetzt"

imago images / regios24

Mit 4:1 schoss Hannover 96 am vergangenen Samstag Eintracht Braunschweig ab und entschied so das prestigeträchtige Niedersachsenderby für sich. Dabei musste die Mannschaft von Trainer Kenan Kocak zunächst sogar einen 0:1-Rückstand hinnehmen, ehe die Landeshauptstädter aufdrehten und ihre Dominanz in Tore ummünzten. Nach dem Abpfiff sprachen Spieler und Trainer von einem verdienten Heimdreier und blickten stolz auf die zurückliegenden 90 Minuten.

Glücklicher Kocak "ungemein stolz auf die Mannschaft "

"Wir haben von der ersten bis zur letzten Sekunde ein sehr gutes Spiel abgeliefert. Ich bin ungemein stolz auf die Mannschaft", resümierte ein zufriedener und erleichterter 96-Cheftrainer Kenan Kocak im Nachgang des 4:1-Derbyerfolgs seiner Mannen gegen Eintracht Braunschweig, "wir wussten, was für eine Bedeutung die Partie hat. Deswegen schenken wir den Sieg unseren Fans und sind froh, dass wir das schwere Spiel gewonnen haben."

In den zurückliegenden 90 Minuten hatte seine Mannschaft eine höchst ansprechende Leistung gezeigt und den Gegner aus Braunschweig phasenweise dominiert, es jedoch in den ersten 45 Minuten noch verpasst, die eigenen Feldvorteile in Tore umzuwandeln. "In der ersten Halbzeit haben wir es versäumt, ein, zwei Offensivaktionen noch zielstrebiger auszuspielen", haderte Kocak entsprechend mit der fehlenden Durchschlagskraft in der ersten Spielhälfte, in der die Roten zwar mit sehr viel Ballbesitz, jedoch kaum hochkarätigen Chancen glänzen konnten – einzig und allein ein Freistoß von Dominik Kaiser klatschte im ersten Durchgang an die Latte (2.).

96 dreht nach Kobylanski-Nackenschlag auf: "Haben nicht aufgesteckt"

Während die Heimelf nach Wiederanpfiff wohl noch der Frage nachging, wieso man die optische Feldüberlegenheit noch nicht mit eigenen Treffern belohnt hatte, stachen die Gäste plötzlich eiskalt zu: Kobylanski verwertete eine Ziegele-Flanke und traf mit einem wunderschönen Kunstschuss genau unter die Latte Hannover ins Mark (51.). Doch wer nun glaubte, die Gastgeber würden ob des unerwarteten Gegentreffers in Schockstarre verfallen, täuschte sich schwer: Gerade einmal drei Minuten später egalisierte Maina nach feiner Haraguchi-Vorarbeit den Führungstreffer der Löwen (54.) und eröffnete den Torreigen am Maschsee. Erst vollendete Weydandt aus der Drehung zum 2:1 (71.), ehe zunächst Hult per Direktabnahme (74.) und kurz vor Schluss der umtriebige Aktivposten Haraguchi zum 4:1-Endtstand einnetzten (86.).

"Wir haben ab der ersten Minute Druck gemacht und auch nicht aufgesteckt, als wir mit dem Gegentor einen Dämpfer bekommen haben", lobte Innenverteidiger Timo Hübers den beherzten Auftritt seiner Mannschaft gerade im zweiten Durchgang. Man habe gewusst, "dass wir heute alles auf den Platz bringen und dass wir kämpfen, laufen und beißen müssen. Das haben wir getan und somit hat sich unsere Qualität auch durchgesetzt." Und auch Teamkollege Marvin Duksch stieß in dasselbe Horn: "Ich glaube, das Ergebnis spiegelt unsere heutige Leistung wider. Jeder wusste, was das heute für ein Spiel ist – für den Verein, für die Stadt. Ich glaube, das hat man von der ersten bis zur letzten Minute gesehen."

Durch den Derbysieg springt Hannover 96 vorübergehend mit sechs Zählern aus drei Spielen an die Tabellenspitze. Nach der Länderspielpause gastieren die Roten am 18.10. bei Bundesligaabsteiger SC Paderborn, wo dann im Idealfall auch der erste Auswärtsdreier herausspringen soll.