Backhaus verzweifelt an Chancenverwertung: "So ist das Woche für Woche"
Obwohl Eintracht Braunschweig am Freitagabend über lange Phasen eine ordentliche Leistung gegen Hertha BSC zeigte, verlor das Team von Heiner Backhaus mit 0:1. Durch die vierte Niederlage in Folge rutschen die Löwen in die Abstiegszone, was für Frustration im Team sorgt.
Frust über verpasste Chancen
In der ersten Hälfte sah noch alles danach aus, als ob die Hertha zum ersten Mal seit fünf Partien wieder einen Gegentreffer hinnehmen müsste, doch zur zweiten Halbzeit veränderte sich das Spiel, denn die Hausherren gingen in der 56. Spielminute in Führung und blieben anschließend cool genug, um die Führung über die Zeit zu bringen. "Ich kann meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen. Wir müssten führen und bekommen mit der ersten Chance des Gegners ein Gegentor. So ist das Woche für Woche", verzweifelte Backhaus im Anschluss auf der Pressekonferenz. Auch Sven Köhler hatte ein "sehr ordentliches Auswärtsspiel" gesehen, und merkte an, dass man momentan "unglücklich, insbesondere vor dem gegnerischen Tor" sei.
Als Referenz, wie die Eintracht es besser spielen könnte, nahm Backhaus das Pokalspiel gegen den VfB Stuttgart, wo man "aus allen Richtungen geschossen" habe. Besonders die verpassten Torchancen durch Patrick Nkoa in der 8. Minute, Sidi Sané in der 35. und Conteh im Eins-gegen-Eins kurz vor dem Halbzeitpfiff frustrierten den Chefcoach der Braunschweiger: "Da musst du führen, wenn du hier was mitnehmen willst. Stattdessen bekommen wir den Gegentreffer." Köhler stimmte seinem Trainer bei dieser Aussage zu: "Wenn man sich das Spiel anschauen würde ohne das eine Tor, dann geht man nicht davon aus, dass Eintracht Braunschweig das Spiel als Verlierer beendet."
"Eintracht Braunschweig besser gesehen"
Auch wenn sich nach der Partie viel Frust bei allen Beteiligten der Braunschweiger Eintracht anstaute, gab es eine Prise Hoffnung von Köhler: "Nichtsdestotrotz kann man sagen, dass wir leben. Wir spielen guten Fußball, gehen aktiv gegen den Ball", was man in den Vorwochen teilweise nicht erblicken konnte. "Von der reinen Spielleistung ist es schwer in Ordnung, was wir leisten", erzählte der Kapitän weiter. Allerdings sei der Fußball "aber ein Ergebnissport und mehr interessiert am Ende des Tages auch keinen", womit die Nummer 27 zum Abschluss wieder zu den negativen Gefühlen zurückruderte.
"Ich habe heute Eintracht Braunschweig besser gesehen, aber am Ende schreibt der Sieger das Spiel", lautete auch das Fazit von Backhaus, der in der kommenden Woche gegen den 1. FC Kaiserslautern schon unter Druck steht und sicherlich drei Zähler in den eigenen vier Wänden behalten will. Dass man gegen ein Spitzenteam der 2. Liga fast die bessere Mannschaft war, könnte für neuen Mut sorgen.