1.FC Kaiserslautern macht den nächsten Schritt

Drei Siege in Folge für den 1.FC Kaiserslautern – erstmals zwei Spieltage hintereinander auf einem direkten Aufstiegsplatz. Seit November 2013 mussten sich die Fans der Roten Teufel gedulden um eine solche Serie feiern zu können, was besonders an den bislang ernüchternden Leistungen auf fremden Plätzen lag. Nun scheint die Elf von Trainer Kosta Runjaic jedoch den nächsten Schritt hin zu konstanten Leistungen geschafft zu haben. Besonders die Defensivabteilung, die zuletzt dreimal kein Gegentor zuließ, sticht bei den Roten Teufeln heraus.

Kaderbreite als Trumpf – Neue Varianten in der Offensive

Wie stark der FCK vor allem in der Breite aufgestellt durfte man in den vergangen beiden Partien bewundern. Zum Start in Braunschweig fiel erstmals in dieser Saison Innenverteidiger Dominique Heintz aus. Sein Ersatzmann Tim Heubach, der zuvor dreimal in der Nachspielzeit eingewechselt wurde, fügte sich direkt nahtlos in die Abwehr ein und sicherte im Spitzenspiel gegen Eintracht Braunschweig zusammen mit seinen Kollegen einen enorm wichtigen Sieg ab. Dass eine Fülle ein Alternativen auch seine Opfer hat, sieht man am Fall von Amin Younes. Der Leihspieler von Borussia Mönchengladbach, wusste in der Hinserie durchaus zu überzeugen und gilt als großes Talent. Dennoch befand sich der U21-Nationalspieler zum Start nicht im 18er-Kader und gegen den VfR Aalen über neunzig Minuten auf der Ersatzbank. Stattdessen überraschte Runjaic mit Ruben Jenssen als Flügelspieler und Simon Zoller als hängende Spitze. Die Leistungen gaben dem Trainer jedoch recht und lassen eines deutlich werden: Kaiserslautern ist enorm schwer auszurechnen.

Neuzugänge fügen sich ein – Killerinstinkt wird weiter vermisst

Die Roten Teufel verteilen den Erfolg auf mehreren Schultern und sind dadurch für ihre Gegner schwer in den Griff zu bekommen. In Braunschweig feierte beispielsweise Alexander Ring ein bemerkenswertes Comeback, fehlte dann jedoch gegen Aalen, wo prompt Kerem Demirbay ein starkes Spiel auf ähnlicher Position ablieferte. Simon Zoller steuerte in zwei Spielen seit seiner Rückkehr bereits zwei Vorlagen bei und auch die weiteren Neuzugänge Erik Thommy und Matheusz Klich ließen nach ihrer Einwechslung gegen Aalen gute Akzente erkennen. Doch bei all dem Lob fällt bei den Pfälzern weiterhin ein Problem ins Auge: Die Torausbeute. Zwar lässt sich für das Spiel in Braunschweig wenig bemängeln, doch das Heimspiel gegen Aalen zeigte erneut den schmalen Grat auf dem die Roten Teufel zeitweise gehen. Nach früher Führung und absolut dominanten Spiel steht am Ende ‘nur’ ein 1:0. Zum Teil hatten sie dabei Pech, wie bei Demirbays Freistoß an die Unterkante der Latte, aber mitunter war man auch zu nachlässig, wie bei Thommys Chance kurz vor dem Ende. Zwar war der VfR fast gänzlich ungefährlich, aber eine Unachtsamkeit in der Abwehr hätte womöglich genügt, um dem FCK am Ende die Punkte zu nehmen. Wäre nicht das erste Mal in dieser Saison gewesen. In der Offensive ist deshalb noch Luft nach oben. Doch für den Moment überwiegt ohnehin die Freude über drei Siege in Folge. Am Sonntag beim FSV Frankfurt (13:30 Uhr) will man diese Serie fortsetzen – doch Vorschicht…im November 2013 folgten auf drei Siege in Serie ebenso viele Niederlagen.

 

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