"Dann wird es ein anderes Spiel": Kiel-Trainer Rapp kritisiert Elfmeterpfiff

Trotz einer 2:0-Pausenführung musste sich Holstein Kiel bei Arminia Bielefeld mit einem Unentschieden begnügen. Nach dem Spiel ärgerte sich Kiels Trainer vor allem über den Elfmeterpfiff, der das Spiel zum Kippen brachte.

"Es fühlt sich komisch an"

Im Nachgang wusste Marcel Rapp nicht so richtig, wie er das 2:2 in Bielefeld einordnen sollte. "Es fühlt sich komisch an, denn bis zur Gelb-Roten Karte dürfen wir niemals unentschieden spielen", so der KSV-Trainer, dem zunächst das Wort "verlieren" herausrutschte. Denn genauso empfanden es die Gäste: "Es fühlt sich an, als wäre etwas weggenommen worden. Trotzdem haben wir einen Punkt geholt. Deswegen können wir im Großen und Ganzen zufrieden sein."

Die Schlüsselszene des Spiels beschäftigte Rapp noch eine Weile. Denn vor dem Elfmeterpfiff, der auch zum Platzverweis gegen Ivan Nekic führte, hatte er ein Foul an Adrian Kapralik gesehen, das jedoch ungeahndet blieb. "Es wurde gecheckt, dann war es kein Foul. Deswegen müssen wir das akzeptieren." Auch zur Strafstoßentscheidung hatte der 46-Jährige eine klare Meinung: "Wenn man mal gepfiffen hat, findet man immer etwas, womit man den Pfiff rechtfertigen kann. Deswegen wurde bei der Trainertagung ganz klar von den Trainern angesprochen, dass nur klare Elfmeter gepfiffen werden sollen und alles andere weiterlaufen soll, um im Nachhinein nochmal zu checken, ob es ein grobes Foul war."

"Bis zum Elfmeter haben wir nichts zugelassen"

Am Freitagabend blieb der Elfmeter aber bestehen und wurde zum Wendepunkt der Partie. "So ein Pfiff entscheidet oftmals ein Spiel. Bis zum Elfmeter haben wir gar nichts zugelassen. Dann wird es ein anderes Spiel", konstatierte Rapp. Am Ende konnte er froh darüber sein, überhaupt noch einen Punkt mitzunehmen. "Die Jungs haben zum Schluss alles reingeworfen, haben gut verteidigt. Wir haben einen wichtigen Punkt geholt."

Auch Jonas Meffert ging mit gemischten Gefühlen aus dem Spiel: "Eigentlich müssen wir das 2:0 irgendwie über die Zeit kriegen, aber Bielefeld hat es auch schlau gemacht und oft auf ihren großen Stürmer gespielt, um die Bälle zu verteilen. Das war vor allem zu zehnt schwer zu verteidigen. Trotzdem haben wir alles reingeworfen und immerhin nicht das dritte Gegentor kassiert." Mit einem Dreier hätte Kiel in die obere Tabellenhälfte vorrücken können. Stattdessen geht der Blick eher nach unten. Nur vier Zähler trennen die Störche vom Relegationsplatz. Am nächsten Samstag steht dann ein Heimspiel gegen Greuther Fürth auf dem Programm.

Das könnte Sie auch interessieren

Auch interessant

Schaltfläche "Zurück zum Anfang"