"Ich ärgere mich total": Schalke bleibt in 2026 sieglos
So nah dran waren sie in dieser Spielzeit noch nicht. Aber trotz 2:0 Führung müssen die Schalker nach dem 2:2 gegen Dresden weiter auf den ersten Erfolg in der Rückrunde warten. Die souveräne Tabellenführung mussten die Königsblauen mittlerweile abgeben.
"Sehr enttäuschend"
"Das Ergebnis ist sehr enttäuschend, ich ärgere mich total. Wir haben das Spiel in der zweiten Halbzeit komplett im Griff und erzielen zwei hervorragende Tore", wird Kenan Karaman auf der Vereinshomepage zitiert. Durch einen Doppelpack von Edin Dzeko sah es nach dem befreienden Heimsieg aus. Am Ende stand es allerdings 2:2 und die Schalker mussten sich zum dritten Mal in dieser Spielzeit mit einer Punkteteilung begnügen.
Drei Punkte holte S04 nur aus vier Begegnungen. Zu den Unentschieden gesellte sich noch die verdiente Niederlage in Bochum. Nach der Hinserie betrug der Vorsprung auf den zweiten Platz drei Punkte und auf den Relegationsplatz vier Punkte. Nun ist der SV Darmstadt 98 vorbeigezogen und Paderborn und Elversberg sitzen den Königsblauen in dem Nacken. "Vor zwei Wochen hat sich der Punkt gegen Kaiserslautern nach unseren späten Toren so angefühlt wie ein Sieg. Dieses Mal empfinden wir das Gegenteil", so Miron Muslic mit Blick auf das späte Unentschieden gegen die Pfälzer.
"Müssen den Sack zumachen"
Durch ein Eigentor kassierte Schalke nach 78 Minuten den überraschenden Anschlusstreffer. Aber auch danach war Muslic eigentlich zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft. "Dann war es in den letzten Minuten sehr turbulent. Wir hatten die Chance auf das 3:1 und müssen den Sack zumachen. Das haben wir leider nicht geschafft", so der Trainer. "Stattdessen kam Dresden nach seinem einzigen Eckball der Partie zum Lucky Punch. Das Ergebnis ist sehr schade für uns, vor allem, weil wir in der zweiten Halbzeit viele Dinge richtig gut gemacht haben", ergänzte der Übungsleiter.
Beim Ausgleichstreffer kam Loris Karius bei der Hereingabe nicht mehr an den Ball. "Bei der Ecke zum 2:2 ist es für uns Torhüter gefühlt jedes Mal eine Fifty-Fifty-Entscheidung, ob der Schiedsrichter pfeift. Ich bin trotzdem lieber ein Torwart, der rauskommt, statt auf der Linie zu kleben", sagte der Schlussmann zu der Szene. Zufrieden zeigten sich die Akteure hingegen mit der Leistung der letzten Neuzugänge. Man hätte sehen können "was für Verstärkungen Dejan Ljubičić, Moussa Ndiaye und Adil Aouchiche für uns sind", sagte Muslic. Weiter geht es für die Schalker nächste Woche Sonntag mit dem Auswärtsspiel in Kiel.