"Das war herausragend": Stamm lobt Stabilität nach Platzverweis

Beim 3:1 gegen Darmstadt 98 nutzte Dynamo Dresden die Phase in Überzahl optimal und hielt auch nach dem eigenen Platzverweis den Druck hoch. Diese Leistung beeindruckte Trainer Thomas Stamm, der gleichwohl Verständnis für den Schiedsrichter-Frust bei den Gästen zeigte.

"Ein Kompliment an meine Mannschaft"

Am Freitagabend fielen die entscheidenden Momente zugunsten der Dresdener aus. Doch sie profitierten nicht nur von den Entscheidungen des Schiedsrichters, sondern schlugen direkt Kapital aus der Überzahl nach der Roten Karte gegen Darmstadts Patric Pfeiffer, indem sie zwei Tore erzielten. "Ich möchte meiner Mannschaft ein Kompliment machen, dass wenn du mit einem Mann mehr spielst, mit der Art und Weise, mit der Zielstrebigkeit das Spiel für dich entscheiden kannst", lobte Trainer Thomas Stamm die Entschlossenheit seiner Mannschaft in den Minuten vor der Pause.

In der zweiten Halbzeit hätte das Spiel nach der Gelb-Roten Karte gegen Jakob Lemmer kippen können. Doch die SGD ließ sich nicht aus dem Konzept bringen und blieb stabil. Stamm hob hervor, "dass du dann noch eine sehr gute Phase hattest, was den Ballbesitz anbelangt. Wir sind gut in den Druck gekommen, haben viele mutige Ballstafetten gehabt." Lemmer wollte er indes keinen Vorwurf machen, dass er sich kurz hintereinander zwei gelbe Karten abholte. "Solche Situationen wird es immer wieder geben. Deshalb habe ich die Phase danach angesprochen, die meiner Meinung nach herausragend war. Wir haben uns nicht reindrücken lassen, haben emotional gut reagiert", unterstrich Stamm.

"Ich kann den Unmut verstehen"

Dass es nach dem 3:0 noch einmal hektisch wurde, als Darmstadt zum Anschluss kam, nahm der Coach auf seine Kappe. Die Einwechslung von Stefan Kutschke, um bei Standardsituationen "dagegen zu halten", stellte sich im Nachhinein als zu offensiv heraus. "Es war eine taktisch falsche Entscheidung von mir. Dann kommt es hinten raus nicht mehr zu der Dynamik, zu der es dann kam." Allerdings sah der 43-Jährige auch ein, dass die beiden strittigen Szenen andersherum hätten ausgehen können. "Ich sehe sie genau gleich. Ich kann den Unmut zu Hundert Prozent verstehen. Es geht am Ende des Tages um eine Linie. Die fehlt mir oft, auch letzte Woche", pflichtete er seinem Gegenüber Florian Kohfeldt bei.

Während Stamm nach Lemmers erster gelber Karte direkt wechseln wollte, hatte er beim früh verwarnten Abwehrchef Thomas Keller keine Bange vor einer Hinausstellung. "Bei Thomas hatte ich keine Bedenken, weil er abgeklärt genug ist, in Überzahl dann auch so clever zu sein. Da hatte ich ein gutes Gefühl." Entwarnung scheint es auch bei Julian Pauli zu geben, der in der 74. Minute verletzt ausgewechselt werden musste. "Ich habe noch kein Feedback. Es sah nach muskulären Problemen aus", meinte Stamm. Durch den Sieg verließ Dynamo die Abstiegsränge und kletterte vorerst auf den dreizehnten Platz.

 

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