"Mannschaft hat nie aufgegeben": BTSV optimistisch im Endspurt
Viele Rückschläge können die Klubs im Kampf um den Klassenerhalt nicht mehr wegstecken. Auch für Eintracht Braunschweig gilt daher: Punkte müssen her. Trotz eines schwierigen Restprogramms ist Cheftrainer Lars Kornetka hoffnungsvoll gestimmt.
"Das ärgert uns sehr"
Der Kampf um den Klassenerhalt spitzt sich weiter zu. Zwischen Platz 11 und 17 liegen nur zwei Punkte. Der 1. FC Magdeburg, Eintracht Braunschweig sowie die SpVgg Greuther Fürth stehen jeweils bei 30 Zählern, dahinter lauert noch Preußen Münster. Das Restprogramm der Niedersachsen hat es jedoch in sich: Am Sonntag gastiert Hertha BSC, anschließend geht es gegen den 1. FC Kaiserslautern, bevor am letzten Spieltag das Auswärtsspiel in Gelsenkirchen wartet. Dazwischen stehen zudem die immens wichtigen Duelle mit Holstein Kiel und Dynamo Dresden. An der Drucksituation ändert das jedoch nichts: "Ich bin der Meinung, dass wir von Anfang an wussten, dass es bis zum Ende eine heiße Nummer wird und es sehr wahrscheinlich am letzten Spieltag entschieden wird, wer wo steht", sagte Cheftrainer Lars Kornetka im Mediengespräch vor der Partie.
Sorgen bereitet ihm vor allem die Tatsache, dass immer weniger Spiele bleiben, um zu punkten: "Das ärgert uns sehr." Man hadere insbesondere mit den vergebenen Chancen im Derby oder gegen den 1. FC Nürnberg, in denen mehr möglich gewesen wäre. Für die Partie gegen Hertha BSC am Sonntag gelte daher: punkten. Positiv stimme ihn jedoch, "dass man sieht, dass man in dieser Liga jeden schlagen kann, dass wir mithalten können und Phasen im Spiel haben, in denen wir dominant und bestimmend sind. Das Thema, das eigene Schicksal in die Hand zu nehmen, ist bei uns omnipräsent. Daran arbeiten wir, das stimmt mich hoffnungsvoll."
"Keine Mannschaft erlebt, die sich aufgrund des Spielstandes aufgegeben hat"
Ebenso wichtig sei die Einstellung der Mannschaft: "Man hat keine Mannschaft erlebt, die sich aufgrund des Spielstandes aufgegeben hat. Die Jungs haben immer weitergemacht, auch wenn es irgendwann schwer wurde, noch etwas mitzunehmen. Da hat keiner den Kopf in den Sand gesteckt. Diese Körpersprache und der Umgang mit Rückschlägen helfen uns auch in den nächsten Duellen." Gegen die Berliner gelte es, deren "sehr gute Abläufe im Ballbesitz" zu unterbinden: "Sie sind eine außergewöhnlich starke Umschaltmannschaft mit schnellen Spielern, die genau wissen, wo der Ball hin soll."
Personell muss Kornetka wohl auf Patrick Nkoa verzichten. Zwar sei das MRT unauffällig, "er reagiert aber weiterhin auf Belastung mit Schmerzen. Deshalb müssen wir aktuell davon ausgehen, dass er uns auf unbestimmte Zeit nicht zur Verfügung steht." Sidi Sané hat das Lauftraining wieder aufgenommen und könnte nächste Woche ins Mannschaftstraining einsteigen. Aaron Opoku konnte wieder mittrainieren, "und wir sind positiv gestimmt, dass er am Sonntag auch spielbereit sein wird."