KSC findet in Erfolgsspur zurück

Es gibt Dinge im Fußball, die einfach nicht oder zumindest schwer zu erklären sind. Hatten viele Leute die Befürchtung, dass die Mannschaft nach der Rückzugsankündigung von Trainer Markus Kauczinski nicht mehr die vollen 100 Prozent gibt, so wurden sie in den letzten Spielen eines besseren belehrt. Mit zwei Siegen aus den letzten beiden Partien, eingeschlossen dem 2:0-Derbysieg gegen den 1. FC Kaiserslautern, hat sich der KSC eindrucksvoll zurückgemeldet.

Seit fünf Spielen ungeschlagen

Doch nicht nur in den letzten beiden Spielen war ein Aufwärtstrend zu erkennen. So sprach Sportdirektor Jens Todt etwa auch nach den drei 1:1-Unentschieden zuvor von einer deutlich, erkennbaren Leistungssteigerung seiner Mannschaft. Das Spiel gegen den 1. FC Kaiserslautern hingegen war nicht von spielerischer Klasse gezeichnet. Beide Teams versuchten sich vielmehr ins Spielgeschehen hinein zu kämpfen, ohne sich dabei aber zwingende Torchancen zu erspielen. So war es bezeichnend, dass der KSC durch einen Elfmeter von Dimitrij Nazarov die Führung erzielte (45.). Allerdings zu einem perfekten Zeitpunkt. Auch der Zeitpunkt des zweiten Treffers hätte aus Sicht der Badener nicht besser sein können. Nur drei Minuten nach Wiederanpfiff war es Grischa Prömel, der den Ball aus 25 Metern ins gegnerische Gehäuse drosch. Damit war der Zahn der Pfälzer gezogen, die insgesamt eine wirklich, erschreckend, harmlose Partie ablieferten. Doch genau diese Spiele sind für den KSC wichtiger denn je. So erarbeitet man sich Stück für Stück, das doch zu Beginn der Spielzeit verloren gegangene Selbstvertrauen zurück und ein Derbysieg ist wohl das beste Heilmittel, um einige Enttäuschungen der laufenden Saison vergessen zu machen.

Leichtigkeit zurück erlangt

Sah es in vielen Spielen zuvor noch oftmals verkrampft aus, was der KSC auf den Platz brachte, so haben die letzten Partien gezeigt, dass die Leichtigkeit allmählich ins Spiel der Badener zurückkehrt. So äußerte es es auch Kapitän Dirk Orlishausen gegenüber der Badischen Zeitung: „Wir haben zur richtigen Zeit zurück zu unserer Leichtigkeit gefunden, die wir beim 1:1 gegen den SC Freiburg schon angedeutet haben und die wir vergangene Saison hatten.“ Wichtig wird es für die meisten KSC-Anhänger aber gewesen sein zu sehen, dass das Konstrukt mit Trainer Markus Kauczinski auch trotz seines angekündigten Abgangs bis zum Ende der Saison erfolgreich weitergeführt werden kann. Anders als hier und da kolportiert, scheint der 45-Jährige seine Mannschaft unverändert zu erreichen und die richtigen Hebel gefunden zu haben, um die Qualität in der Mannschaft wieder zu aktivieren. Natürlich geht es nun erst einmal darum, sich so weit wie möglich von der gefährlichen unteren Tabellenregion abzusetzen; mit nunmehr sechs Punkten Vorsprung auf den 16. Fortuna Düsseldorf, scheint die größte Gefahr aber fürs Erste gebannt.

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