Karlsruher SC: Trainersuche mit vielen Fragezeichen

Rund vier Monate ist es nun her, dass Markus Kauczinski verkündete, den Karlsruher SC am Saisonende nach vier Jahren zu verlassen. Seitdem sind die Verantwortlichen auf der Suche nach einem Nachfolger, allerdings scheint sich diese Suche schwerer als gedacht zu gestalten.

Sorgfalt geht vor – Doch wie lang?

Von Vereinsseite wurde seither stetig deutlich gemacht, dass es sich um eine existenzielle, wichtige Entscheidung handelt, die Zeit braucht. Vor allem Sportdirektor Jens Todt, der den Trainer dem Präsidium vorschlagen soll, unterstrich die Sorgfaltspflicht des Vereins in dieser wichtigen Personalie immer wieder. So war zunächst die Rede davon, dass Kauczinskis Nachfolger im Laufe des Februars feststehen solle. Auf den ersten Blick könnten Außenstehende denken, dass es bis zur neuen Saison noch genug Zeit ist, einen geeigneten Nachfolger zu finden, jedoch muss man auch berücksichtigen, dass die Planungen für die kommende Spielzeit schon jetzt in vollem Gange sein müssten. Zwar hat der KSC es geschafft, mit einigen Spielern Verträge zu verlängern, ohne dass diese wissen, unter welchen Cheftrainer sie in der kommenden Saison trainieren werden. Jedoch dürfte es in Gesprächen mit potentiellen Neuzugängen immer schwieriger werden, diese vom KSC und vor allem dem Konzept zu überzeugen, ohne die Gewissheit zu haben, wer in der kommenden Spielzeit die sportliche Verantwortung auf dieser Position trägt.

Kandidatenkreis wird kleiner

Nun wurde verkündet, dass es um Ostern herum endgültig eine Entscheidung in der Nachfolgefrage von Markus Kauczinski geben soll. Natürlich haben die Verantwortlichen auf der einen Seite Recht, dass es in solchen Entscheidungen keine Schnellschüsse geben soll, zumal der KSC in den letzten Jahren nicht viel Glück mit externen Trainerverpflichtungen hatte, allerdings rückt der Sommer immer näher. Zudem scheinen die immer wieder verschobenen Zeitangaben über eine Verkündung des neuen Cheftrainers auch ein Anzeichen dafür, dass es den Verantwortlichen gar nicht so leicht fällt, einen geeigneten Kandidaten zu finden. Der zuletzt kolportierte Tayfun Korkut ist aufgrund zu hoher Gehaltsforderungen kein Thema mehr. Auch die Chancen für den bisherigen Co-Trainer Argirios Giannikis seinen Chef zu beerben, sind wohl geringer, als es bisher den Anschein machte. So berichtete "ka-news.de", dass es die letzten Gespräche zwischen Giannikis und den Verantwortlichen vor drei Monaten gab, was sicherlich kein Anzeichen dafür ist, dass Giannikis die ideale Lösung aus Vereinssicht wäre. Bliebe aus den, in der Öffentlichkeit diskutierten Namen nur noch Großaspach-Coach Rüdiger Rehm, dem aber von Beginn an nur Außenseiterchancen eingeräumt wurden. So ist es auch möglich, dass es letztendlich ein völlig anderer Kandidat wird.

Die Fans und das KSC-Umfeld können nur hoffen, dass die vorgegebene Sorgfalt bei der Trainersuche wirklich der Grund ist, weshalb es so lange dauert und dass, das Präsidium diese Entscheidung hauptsächlich im Kompetenzbereich des Sportdirektors belässt, was bei den Vertragsgesprächen mit Markus Kauczinski im vergangenen Jahr nicht so der Fall gewesen sein soll. Die Trainersuche bleibt somit mit vielen Fragen verbunden, welche spätestens Ostern dann beantwortet werden sollen. Vorausgesetzt, dass dieser Termin endgültig der finale für die Bekanntgabe der Kauczinski-Nachfolge ist.

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