Sieg gegen Hannover: Slomka freut sich über Reaktion
Der Karlsruher SC hat eine starke Reaktion auf die 0:5-Niederlage gegen den FC St. Pauli gezeigt und mit dem 2:0-Erfolg gegen Hannover 96 wichtige Zähler im Abstiegskampf gesammelt.
Frühe Führung bringt Slomka-Elf auf die Siegerstraße
Dabei gelang den Karlsruhern ein Start nach Maß. Bereits nach zehn Minuten lief Stefan Mugosa nach einem Fehler von Florian Hübner frei auf 96-Schlussmann Tschauner zu, umkurvte ihn und schob den Ball zum 1:0 ins Netz. Nur vier Minuten später dann schon die nächste Chance für den Gastgeber – Tschauner parierte gegen Diamantakos (14.). Die Karlsruher ließen es sich nicht anmerken, dass sie erst wenige Tage zuvor mit 0:5 beim FC St. Pauli unter die Räder kamen. Selbstvertrauen, Einsatz, Wille, sowie spielerische Qualität waren so vorhanden, wie es im Abstiegskampf vonnöten ist. Deshalb kamen die Gäste in der ersten Halbzeit auch so gut wie gar nicht vor das Tor des KSC. Es dauerte mehr als eine halbe Stunde bis Albornoz zum Kopfball ansetzte, an Orlishausen scheiterte und somit die erste Chance auf Seiten des Aufstiegskandidaten stand. Mit einem verdienten 1:0 für den KSC ging es folglich in die Kabine.
Mit der gleichen Gangart ging es dann auch in den zweiten Durchgang. Die Badener spielten nach vorne und standen hinten weiterhin kompakt. Hannover hatte weiter Schwierigkeiten, fand fast gar nicht in die Partie. 20 Minuten vor dem Ende zeigte Schiedsrichter Patrick Alt dann auf den Punkt – Elfmeter für die Karlsruher. Diamantakos ließ sich diese Gelegenheit nicht nehmen und erzielte den 2:0-Endstand (70.). Letztendlich war der Erfolg hochverdient, da der KSC über die gesamten 90 Minuten eine, vor allem in dieser Situation, starke und engagierte Leistung zeigte.
Slomka zufrieden mit der Reaktion
KSC-Trainer Mirko Slomka sah die Gründe für den Erfolg vor allem in der veränderten Einstellung der Mannschaft im Gegensatz zur Partie in St. Pauli: „Wir sind froh über die zu erwartende Reaktion der Mannschaft. Wir hatten eine andere Mentalität und eine bessere Einstellung als gegen St. Pauli. Das frühe Tor hat uns Sicherheit gegeben - die Zuschauer haben uns unterstützt und so ist es dann auch mal möglich eine qualitativ bessere Mannschaft wie Hannover zu schlagen. Darauf können die Jungs stolz sein.“
Der KSC hat sich durch den Erfolg den Relegationsrang zurückerobert, hat aber immer noch drei Punkte Rückstand auf das rettende Ufer. Daher ist es weiterhin immens wichtig, die Einstellung und Mentalität, die die Badener gegen Hannover gezeigt haben, in jedem Spiel abzurufen. Am kommenden Freitag geht es zum direkten Abstiegsgipfel nach Aue. Bestätigen die Karlsruher die Eindrücke aus der Hannover-Partie so kann auch da wieder ein wichtiger Dreier gelandet werden.