Arminia in Nürnberg: Wie ein Abstiegskandidat

Der DSC Arminia Bielefeld hat am Sonntag Mittag sein Auswärtsspiel beim 1. FC Nürnberg mit 0:1 verloren. Dabei ließen die Ostwestfalen ihrer Ankündigung von einer Reaktion nach dem 2:2 gegen Aue keine Taten folgen. Mit einer blutleeren Leistung unterlag man am Ende gegen einen in allen Punkten überlegenen Club. Anhand der Reaktion der Spieler und der Fans ließ sich nach dem Spiel erahnen, dass in Arminia Bielefeld wohl aktuell der heißeste Kandidat auf den Abstieg in die 3. Liga auf dem letzten Rang der Tabelle steht.

"Wie ein Absteiger"

Der DSC startete im Frankenland runderneuert mit mehreren Änderungen. Insbesondere der Torwartwechsel von Wolfgang Hesl auf Daniel Davari sorgte für Aufmerksamkeit. Doch auch die neuen Spieler Hartherz, Voglsammer und Schütz reihten sich in die ideenlosen Auftritte der Ostwestfalen ein. Bereits in den ersten 20 Minuten hatten die Gastgeber mehrere gute Kopfballchancen vergeben, von denen eine durch Davari und eine vom Pfosten geklärt wurden. Des weiteren musste Davari noch einmal gegen Petrak retten und Bulthuis verfehlte per Kopf das leere Tor der Arminen. In der 35. Minute gingen die Nürnberger dann verdient in Führung. Nach einem Einwurf und einem Rückpass von Salli verwandelte Petrak aus 18 Metern flach ins Eck. Sky-Kommentator Heiko Mallwitz fasste das Spiel der Gäste schon in der ersten Hälfte zusammen: "Wie ein Absteiger". Einen eigene Torschuss oder gar nur eine Torannäherung wusste die Arminia in den ersten 45 Minuten nicht zu verzeichnen. Torhüter Daniel Davari fasste es nüchtern zusammen: "Die erste Halbzeit ging gar nicht."

Nur kurz Gefahr am Ende

Nach dem Wechsel schaltete der Club gleich zwei Gänge hinunter, hatte aber weiterhin keine Probleme die Gäste vom eigenen Tor fernzuhalten. Arminia selbst ließ in der Defensive nur noch wenig zu, blieb aber bei Flanken und Standards erschreckend ungeordnet. Erst in der 75. Minute sorgten ein Kopfball von Börner und ein Abschluss von Voglsammer für Gefahr auf der Gegenseite, doch Schäfer war auf dem Posten. Es blieb dadurch beim 1:0 für den FCN, der gegen eine indisponiert auftretende Bielefelder Arminia wichtige drei Punkte einfahren konnte. Nach dem nun erneut schwachen Auftreten der Ostwestfalen und dem Abrutschen auf den letzten Tabellenplatz kristallisiert sich der DSC immer mehr als erster Abstiegskandidat in die 3. Liga hinaus. Spieler und Trainer wirkten nach dem Spiel ebenso rat- wie ideenlos und konnten keine Ansätze der Besserung für die Zukunft bekräftigen, wie Abwehrchef Julian Börner bestätigte: "Das hatte nichts mit Abstiegskampf zu tun – wir hatten keinen Willen, keine Leidenschaft. Eine ordentliche zweite Halbzeit reicht da einfach nicht. Uns hat der Mut nach vorne gefehlt, so haben wir keine Torchance erspielt." Einzige Hoffnung für die gescholtenen Bielefelder bleib ein Blick auf die Tabelle, bei der ein Klassenerhalt weiterhin noch im Bereich des Möglichen liegt.

 

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