Ernste Situation in Dresden: "Wir müssen jetzt einfach wieder aufstehen"
Mit der 4:0 Niederlage gegen Arminia Bielefeld hat sich die Situation von Dynamo Dresden nochmal erschwert. Drei Spiele bleiben dem Team von Trainer Markus Kauczinski jetzt noch, um sich irgendwie aus dem Keller zu befreien. Doch leicht wird das nicht - weiß auch der Trainer.
Bielefeld macht es deutlich
Clauss (10. Minute), Voglsammer (62.), Klos (65.) und Soukou (87) - während diese vier Namen in Bielefeld gestern für beste Laune sorgten, dürften sie den Fans von Dynamo Dresden noch stärkere Sorgenfalten auf die Stirn getrieben haben, als es sowieso schon der Fall war. Vier Treffer fing sich der Tabellenletzte aus Dresden gegen Tabellenführer Bielefeld, der im Kampf um den Aufstieg im Grunde nicht mehr aufzuhalten ist.
In Dresden hingegen ist die Lage ernst. Fünf Punkte Abstand hat man gleichermaßen auf den Relegationsplatz wie auf den ersten Nicht-Abstiegsplatz aufzuholen. Das Programm: Auswärts in Kiel, auswärts in Sandhausen und zuhause gegen Osnabrück. Wie geht man das an, nachdem man gerade einen Rückschlag in Form eines 0:4 hinnehmen musste?
"Ob man 1:0 verliert oder 4:0 verliert, ist auch egal", wollte Trainer Kauczinski die Pleite nicht zu hoch hängen - zumal es aus seiner Sicht gegen des "beste Team der Liga" ging: "Wir haben gegen Hamburg bravourös gekämpft und haben 1:0 verloren. Jetzt haben wir hier eine gute erste Halbzeit gespielt und nach einem Doppelschlag sind wir dann nicht wiedergekommen – das kann ich auch verstehen. Ich kann das einordnen. Aber letztendlich hilft mir das nicht", so der Trainer: "Wir müssen jetzt einfach wieder aufstehen."
Kauczinski setzt auf harte Arbeit
Wieder aufstehen, das muss Dresden nicht zum ersten Mal in dieser Saison: "Wir spielen seit einem halben Jahr vom Tabellenende, haben uns immer wieder befreien können, haben immer wieder den Anschluss geschafft", schaut Kauczinski auf eine schwierige Saison zurück: "Dieses ganze Corona-Gedöns hat uns leider den Boden unter den Füßen weggezogen. Man sieht, wie die Jungs kämpfen. Wir werden nicht aufhören zu versuchen, diese Chance, die dann vielleicht noch da ist, zu ergreifen."
Dass das mit dem fortschreitenden Spielplan nicht einfacher wird, ist klar - zumal Dresden aufgrund der Infektionen nochmal ein engeres Programm hatte, als die Konkurrenz. Dennoch müssen nun irgendwie Siege her: "Man kann zählen, deswegen wissen wir natürlich, was es bedeutet. Dass man punkten muss. Alles oder Nichts spielen wir schon die ganze Zeit." Dabei gehe es nicht um "Hoffnung und Glaube", so Kauczinski, sondern um "harte Arbeit" und das nötige Quäntchen Spielglück: "Das werden wir reinwerfen und schauen, was rauskommt."
Endgültig abgerechnet wird erst am letzten Spieltag - zumindest, wenn Dresden vorher nicht endgültig abgehängt wird. Schon am Donnerstag steht mit dem Spiel gegen Holstein Kiel die nächste Herausforderung für Dynamo an.