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"Absolut geiles Team": BTSV nach erstem Saisonsieg überglücklich

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Nach sechs sieglosen Ligapartien war es am Freitagabend so weit. Eintracht Braunschweig drehte das Spiel gegen den 1. Nürnberg trotz zweimaligem Rückstand und beendete durch den 4:2-Erfolg die Durstrecke.

Halbzeitansprache fruchtete scheinbar

Mit einem aus Braunschweiger Sicht schmeichelhaftem 2:2 ging es in die Halbzeitpause. Die Cluberer waren im ersten Durchgang das bessere Team, sie schafften es aber nicht, ihr dickes Chancenplus in einen komfortablen Vorsprung umzumünzen. Nach dem Pausentee war bei den Löwen eine deutliche Leistungssteigerung zu erkennen. "Wir waren in der zweiten Halbzeit mutiger, haben höher angegriffen. Die Kopfballduelle haben wir für uns entschieden und dem Gegner allgemein wenig Räume gelassen. Im Angriff waren wir dann deutlich aggressiver", fasste BTSV-Trainer Michael Schiele die zweiten 45 Minuten zusammen.

Neuzugang Anthony Ujah freute sich außerordentlich über den ersten Ligasieg mit Braunschweig. Dieser sei "sehr, sehr glücklich." Sein Ausgleichstreffer (44.) zum zwischenzeitlichen 2:2 bringe ihm "viel Selbstvertrauen." Nun gelte es, "die Mentalität hochzuhalten", so Ujah weiter. Für dessen Sturmkollegen Fabio Kaufmann, der an diesem Abend durch einen Doppelpack zum Matchwinner avancierte, stellen die Löwen "ein absolut geiles Team. Mich freut es für die Jungs und für den ganzen Staff. Für uns ist es das Wichtigste, dass wir heute trotz der Ergebniskrise den verdienten Lohn für unsere Arbeit bekommen haben."

Niedersachsen-Derby vor der Brust

Nach Kaufmann gehe es darum, "dass wir den Schwung jetzt mitnehmen können." Ob das gelingt, zeigt sich nächstes Wochenende im Derby gegen Hannover 96. Aus Braunschweiger Sicht hätte das Ausrufezeichen gegen den FCN kaum zu einem passenderen Moment gesetzt werden können, als vor dem vor allem aus Fansicht enorm wichtigen Duell mit dem Rivalen aus der niedersächsischen Landeshauptstadt. Denn: Es schadet sicherlich nicht, gegen die seit drei Partien punktverlustfreien Hannoveraner mit getanktem Selbstvertrauen und dem Wissen der eigenen Stärken zu begegnen. Eine dieser Stärken sei laut Kaufmann die mannschaftliche Geschlossenheit, die alleine aber nicht ausreiche. Denn außerdem sei es unabdingbar, in jedem Duell "unser Maximum" zu erreichen.

Durch den ersten Dreier gab der Aufsteiger zumindest vorerst die Rote Laterne ab und verbesserte sich auf Rang 17. Aufgrund des miserablen Torverhältnisses von -10 reicht der SpVgg Greuther Fürth allerdings schon ein Punkt gegen St. Pauli, um mit der Eintracht wieder die Plätze zu tauschen.