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"Absolut unzufrieden": Hannover 96 zeigt sich "nicht zweitligatauglich"

MAGO / Picture Point LE

Drei Spiele und erst ein Punkt. Der Fehlstart von Hannover 96 fand mit dem 0:2 gegen Dynamo Dresden am Samstagabend seinen Höhepunkt. Entsprechend alarmiert zeigten sich die Akteure und fanden nach dem Spiel klare Worte. 

Vorgeführt

Nach dem 0:3 gegen Hansa Rostock vom vergangenen Wochenende sollte gegen den nächsten Aufsteiger, Dynamo Dresden, eigentlich alles besser werden. Eine Halbzeit lang sollte auch wenig passieren, doch nach einer katastrophalen zweiten Halbzeit stand mit dem 0:2 die zweite Zu-Null-Pleite in Folge. "Uns wurde heute vorgemacht, wie man mit Einsatz und Mentalität in so ein Spiel gehen sollte in der zweiten Liga", ging 96-Cheftrainer Jan Zimmermann hart mit seiner Mannschaft ins Gericht. Deswegen sei er "sehr enttäuscht von dem Spiel, von dem Spielerverlauf und wirklich auch von meiner Mannschaft".

"Schnell" solle das Gesehene nun aufarbeitet werden. Das einzig Positive: Auch seine Spieler teilten diese vernichtende Einschätzung und ließen so auf Besserung hoffen. "Wir müssen die Ärsche hochkriegen. Wir haben es gegen Bremen gezeigt – das Spiel müssen wir wieder auf den Platz bringen", zeigte sich auch Kapitän Franke in seiner Wortwahl unmissverständlich. So gehe es für den Verteidiger darum, "über den Kampf ins Spiel zu kommen. Das ist uns in den letzten zwei Spielen nicht gelungen – und das müssen wir jetzt wieder hinkriegen."

Fehlende Tauglichkeit

Falls das nicht bald klappen sollte, ahnt der Abwehrmann Böses. So hätten die Dresdner Hannover gezeigt, "wie es in der 2. Liga geht, und das darf einfach nicht sein. Die Art und Weise, wie wir gespielt haben, ist nicht zweitligatauglich gewesen", gab er am Mikrofon von "Sport1" an. Ein mehr als vernichtendes Urteil für die Niedersachsen. In der Tat war es hauptsächlich die SGD, die das Spiel machte. Nach dem Dresdner Führungstor durch Daferner (47.) kamen die Roten lediglich zu einem einzigen eigenen gefährlichen Torschuss von Muslija (58.). Ansonsten blieben die Hannoveraner durchgehend ungefährlich. Mit dem zweiten Dresdner Treffer durch Verteidiger Mai (82.) war das Spiel dann endgültig entschieden.

"Wir müssen das jetzt schnell besprechen. Die Art und Weise, wie wir heute aufgetreten sind, war wirklich nicht die, die wir uns vorgenommen haben", dachte Zimmermann schon an die kommenden Wochen und die Konsequenzen aus der mehr als empfindlichen Pleite. Mit diesem Samstagabend sei er "absolut unzufrieden" gewesen. Nach drei gespielten Spielen liegen die Sechsundneunziger mit einem Punkt auf dem 14. Platz – einige Konkurrenten spielen jedoch noch. Eine mögliche Chance bietet sich den Hannoveranern am kommenden Freitag gegen Heidenheim. Dort wird jedoch eine absolute Leistungssteigerung auf Zweitliga-Niveau notwendig sein.