Angst in Aue: Der Abstieg droht

Für den FC Erzgebirge Aue begann das neue Jahr 2015 in der 2. Bundesliga durchaus erfreulich. Nach zwei Siegen in Serie, gegen Rasenballsport Leipzig und Fortuna Düsseldorf, stand das Team von Trainer Tomislav Stipic schon wieder über dem Strich und am rettenden Ufer. Doch vier Spieltage später sind die Sachsen wieder auf dem harten Boden der Tatsachen angekommen und stehen mittlerweile auf dem letzten Platz der Tabelle. Während man gegen Ingolstadt und Darmstadt die Niederlagen sicherlich noch erklären konnte, so hätte man gegen St. Pauli und Aalen doch etwas mitnehmen müssen.

Gut ins neue Jahr gestartet

Und dabei fing alles so gut an. Gegen RB Leipzig zeigten die Veilchen eine ihrer besten Saisonleistungen und gewannen am Ende völlig verdient mit 2:0 durch Alibaz und Schönfeld. Die ambitionierten Gäste aus Leipzig zeigten zwar nicht ihr stärkstes Gesicht, doch machte das Spiel der Auer in jedem Fall Hoffnung. Diese schien dann eine Woche später bestätigt zu werden, als man bei Aufstiegsaspirant Fortuna Düsseldorf einen 3:2-Auswärtssieg einfuhr. Auch in diesem Spiel überzeugte das Team durch eine geschlossene Mannschaftsleistung und auch spielerische Elemente in der Offensive und Defensive.

Wenig Power in den letzten Wochen

Doch seither ist schon wieder der Wurm drin. Zwischen kurzen, guten Serien wechseln die Auer immer wieder in kleine Krisen und die jetzige ist schon wieder auf einem bedrohlichen Stand. Gegen Darmstadt verlor man sehr unglücklich mit 0:1 und hätte sicher einen Zähler verdient gehabt, doch schon im folgenden Spiel gegen den FC St. Pauli erntete man am Ende nur noch sehr glücklich einen Zähler. Die beiden letzten Partien gegen Ingolstadt und Aalen gingen dann sang und klanglos mit 0:3 verloren. Die Performance der Veilchen gibt mittlerweile doch arg zu denken.

Das Phrasenschwein grüßt

Und nun kommen wieder die berühmten Sätze, in denen Teile wie "Wochen der Wahrheit" und "Kampf und Leidenschaft" auf dem Programm stehen. Mit Greuther Fürth, 1860 München und dem SV Sandhausen stehen in den kommenden Wochen drei Gegner auf dem Plan, die man bezwingen kann. Aus diesen drei Spielen sollten die Auer schon mindestens sechs Zähler mitnehmen, um wieder aus dem Keller zu klettern. Außerdem könnte man dabei der direkten Konkurrenz auf die Pelle rücken und sich aus eigener Kraft wieder ans rettende Ufer begeben. Doch bei einer unglücklichen Serie auch in den kommenden Spielen wird der Weg zum Klassenerhalt reichlich schwer. Es scheint so, als würde es am Ende der Saison in der 2. Bundesliga mindestens ein Traditionsteam in die 3. Liga ziehen und Aue gehört momentan zu den Kandidaten dafür.

Das könnte Sie auch interessieren

Auch interessant

Schaltfläche "Zurück zum Anfang"