Arminia vs. Fürth: Der Sieben-Punkte Plan

Der DSC Arminia Bielefeld empfängt am Samstag die SpVgg Greuther Fürth zum vorletzten Heimspiel der Saison. Die akut abstiegsbedrohten Ostwestfalen sind durch ihre gefährliche Lage in der Tabelle zum Siegen verdammt. Trotz der guten Punkteausbeute der letzten Wochen stehen die Arminen weiterhin auf einem direkten Abstiegsplatz. Doch trotz des schweren Restprogramms haben die Blauen den Klassenerhalt weiter in der eigenen Hand. Mit einer Art Sieben-Punkte Plan können die Bielefelder ihre Saison möglicherweise noch retten und den Sturz in Liga 3 verhindern.

Restprogramm als Chance?

Die Arminia hat mit Fürth, Bochum, Braunschweig und Dresden das schwerste Restprogramm der Abstiegskandidaten. Doch vielleicht ist dies auch eine Chance. Außer für die Braunschweiger Eintracht geht es für die betreffenden Vereine um nichts mehr und der große Druck siegen zu müssen bleibt aus. Die Konkurrenz aus München, Würzburg, Düsseldorf, Aue und Kaiserslautern spielen aber allesamt entweder noch gegen die Top-Teams der Liga oder gegen direkte Konkurrenzen im Klassenkampf. Durch die letztere Situation ist es also insbesondere für Würzburg, Aue und Düsseldorf nicht möglich allesamt alle Punkte der letzten vier Spiele einzufahren. Anders ausgedrückt: Mit sieben Punkten aus den letzten vier Spiele würde die Bielefelder Arminia auf 38 Punkte kommen und hätten zumindest den Relegationsrang wohl sicher. Auch Trainer Jeff Saibene ist der Meinung, dass die Mannschaft es noch von selbst schaffen kann: „Wir gehören zu den besten Teams der letzten Wochen, haben drei Siege, zwei Remis und nur eine Niederlage geholt. Wir müssen so weitermachen und haben es in der eigenen Hand.“ Auch das schwere Restprogramm ist für den neuen Coach kein Grund zur Sorge: „Die letzten Spiele haben gezeigt, dass wir etwas drauf haben und dass die Mannschaft lebt. Wir haben uns selber in diese schwierige Situation gebracht, aber die Art und Weise, wie wir im Moment Fußball spielen, stimmt mich zuversichtlich.Die Motivation und die Einstellung sind super. Für mich geht es darum, Vertrauen und Ruhe zu vermitteln, damit sich die Spieler auf die wichtigen Sachen fokussieren können. Das Drumherum müssen wir ausblenden“

Heimbilanz bleibt die Grundlage

Um auch gegen die Franken aus Fürth mit einer guten Leistung die Punkte in Bielefeld zu behalten, lohnt vielleicht ein Blick in die Historie. In der 2. Bundesliga haben die Bielefelder bisher acht Heimspiele gegen das Kleeblatt bestritten und davon nur ein einziges verloren. Dabei zeigten sich die Ostwestfalen immer sehr torfreudig und erzielten 18 Tore in den absolvierten acht Spielen. Die letzten beiden Aufeineinadertreffen der beiden in Bielefeld endeten 4:1 und 4:2 für die Arminia. Doch unterschätzen sind die Fürther keinesfalls. Es scheint in dieser Saison einmal mehr so, dass man das Kleeblatt nicht einschätzen kann. Die SpVgg kann an einem guten Tag jeden Gegner an die Wand spielen, an einem schlechten aber auch gegen jeden Gegner chancenlos darstehen. Auch Defensivmann Julian Börner ist der Stärken der Gäste bewusst: „Fürth spielt einen anderen Fußball als Heidenheim. Während Heidenheim defensiv sehr kompakt agiert hat und viele lange Bälle gespielt hat, hat Fürth seine Stärken im fußballerischen Bereich und verfügt über ein gutes Umschaltspiel." Zum Abschluss ergänzte Börner noch die Marschroute für das Spiel am Samstag: „Wir haben in den letzten Spielen einen guten Weg eingeschlagen und uns viele Chancen erspielt. Wir müssen abliefern, dabei werden uns die Fans von der ersten bis zur letzten Minute nach vorne peitschen. Wenn wir unsere Hausaufgaben erledigen, dann schaffen wir den Klassenerhalt“

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