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Ausschreitungen nach Dynamo-Spiel auf St. Pauli

© imago images / foto2press

Unschöne Szenen nach dem Auswärtsspiel von Dynamo Dresden beim FC St. Pauli. Mehrere Dresdner versuchten, zu St. Pauli-Anhängern vorzudringen. Die Polizei musste einschreiten, es gab mehrere Verletzte und Festnahmen.

Rakete in Block abgefeuert

Was der Auslöser der Tumulte war, ist noch nicht bekannt. Offenbar fühlten sich einige Dynamo-Anhänger von Becher-Würfen der Paulianer provoziert und versuchten, aus dem Gästeblock über einen Zaun in den angrenzenden Heimbereich zu klettern. Zudem wurde eine Rakete gezündet, die unter das Tribünendach flog und von dort zurück auf die Zuschauerränge der Pauli-Fans fiel. Mit Schlagstöcken und Pfefferspray musste die Polizei die SGD-Fans zurückdrängen.

Zwölf Ordner und sechs Polizeibeamte sind dabei verletzt worden. "Das gehört nicht dazu. Wir kommen hier her zum Fußball spielen, das gehört sich nicht", sagte Dynamos Abwehrspieler Chris Löwe nach Spielende. Insgesamt wurden im Rahmen der Partie 22 Personen festgenommen.

Klubs wollen Vorfall aufklären

"Wir werden die Ereignisse nach dem Spiel am Gästeblock mit allen Beteiligten in Ruhe aufarbeiten", kündigte Dynamo Dresden nach Spielende bei Twitter an. "Fest steht aber schon jetzt: Jeder verletzte Mensch ist einer zu viel. Wir wünschen allen Betroffenen auch auf diesem Wege gute und schnelle Genesung." Auch der FC St. Pauli äußerte, dass die Ereignisse "verurteilt" werden. "Die durch die Medien aufgegriffenen Aufkleber mit verhöhnender Darstellung von Bombenangriffen sind mit den humanitären Grundsätzen des Vereins nicht vereinbar", so der Verein weiter in seiner Stellungnahme.

Das Verhältnis beider Fangruppen gilt schon seit Jahren als angespannt, immer wieder kam es zu Vorfällen. Vor dem Spiel sind zudem Aufkleber aufgetaucht, die im Dynamo-Logo ein Bombe zeigen, die auf Dresden fliegt.

Der Vorfall im Video: