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Baumgart nach Pleite: "Hätten den Sieg nicht verdient gehabt"

imago images / pmk

0:2, 3:2, 3:4: Der SC Paderborn erlebte am Montagabend im Heimspiel gegen den Hamburger SV eine wahre Achterbahnfahrt, stand am Ende aber erneut mit leeren Händen da. Aus Sicht von Trainer Steffen Baumgart hätten die Ostwestfalen den Sieg trotz zwischenzeitlicher Führung aber nicht verdient gehabt.

Drei Tore in vier Minuten

Als Simon Terodde bereits in der 24. Minute das 2:0 für den HSV erzielte, schien der Abend für den SC Paderborn gelaufen. Doch innerhalb von nur vier Minuten drehten die Ostwestfalen die Partie komplett. "Wir haben eine Riesenmoral gezeigt", lobte Baumgart auf der Pressekonferenz nach dem Spiel. Erst traf Dennis Srbeny vom Punkt zum Anschluss (34.), dann netzte Neuzugang Chris Führich zweimal ein (36. / 38.). Vorausgegangen war den Führich-Treffern jeweils ein dicker Fehler des Ex-Paderborners Klaus Gjasula, der an der alten Wirkungsstätte zwei Abschiedsgeschenke verteilte. Drei Tore in vier Minuten: Nur einmal war ein Team in der 2. Bundesliga noch schneller.

Doch am Ende reichte es nicht zum ersten Saisonsieg, der für Baumgart auch nicht verdient gewesen wäre. "Wir haben in den entscheidenden Momenten zunächst Fehler gemacht. Und zwar deutliche Fehler. Das zweite Tor darf zum Beispiel so nicht passieren. Vielleicht wäre ein Unentschieden gerecht gewesen." Nach zwei Gegentoren im zweiten Abschnitt reichte es aber auch dafür nicht. Der Elfmeter zum 4:3 für den HSV, als Wintzheimer von Sebastian Vasiliadis an der Wade getroffen wurde, "war einer", gestand Baumgart ein. "Das hatte ich vorher ein wenig anders gesehen."

Seit 17 Liga-Spielen ohne Sieg

So ging der SCP am Ende trotz des Offensivspektakels bereits zum zweiten Mal in dieser Saison ohne Punkte vom Platz. "Es ist sehr enttäuschend, dass wir am Ende nichts Zählbares mitnehmen", sagte Doppelpacker Chris Führich am "Sky"-Mikrofon. Was dem Bundesliga-Absteiger, der nun saisonübergreifend bereits seit 17 Liga-Spielen ohne Sieg ist, aber Mut machen kann: Das Offensivspiel in den letzten 15 Minuten vor der Pause erinnerte stark an die starken Auftritte in der Saison 2018/19. Einzig in der Abwehr, vor allem auf den Außenbahnen, stimmt es noch nicht. Durchaus möglich, dass der SCP bis zum Transferschluss am kommenden Montag nochmal nachlegt – auch, um mehr Optionen im Kader zu haben. Beim Auswärtsspiel in Heidenheim am Samstag sollen dann die ersten drei Punkte her.