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Bei Atik-Comeback: Titz sieht klare defensive und offensive Mängel

IMAGO / Jan Huebner

Für den 1. FC Magdeburg wäre bei der 1:3-Auswärtspleite in Rostock durchaus mehr drin gewesen. Verbesserungspotential gebe es sowohl hinten als auch vorne, wie FCM-Coach Christian Titz auf der Pressekonferenz nach dem Spiel analysierte.

Mangelnde Chancenverwertung und Defensivfehler

"Das Spiel muss eigentlich zur Halbzeit für uns entschieden sein", findet der 51-jährige gebürtige Mannheimer. "Wir haben wirklich mehrere hochkarätige Torchancen herausgespielt und haben die leider nicht genutzt. Und dann ist etwas passiert, was wir wussten: Dass wir aufpassen müssen beim Umschaltspiel, bei Standardsituationen von Hansa", so Titz weiter, der bezüglich des ersten Treffers kritisierte, dass der ballentfernte Außenverteidiger nicht reinrückte und dass seine Schützlinge bei der Standardsituation vor dem 0:2 "wieder aus der Zuordnung rausgehen."

Offensiv habe es danach an Durchschlagskraft gemangelt. Durch das 0:3 sei es zwar schwierig geworden, doch hätte man verkürzt, "kann das wieder heiß und gefährlich werden, aber heute konnten wir das von unserer Seite nicht erreichen, weil wir genügend Einschussmöglichkeiten hatten, aber Torchancen nicht genutzt haben."

Atik trifft beim Comeback – verschießt aber Elfmeter

Sein grundsätzlich gefährlichster Offensivspieler Baris Atik bemängelte ebenfalls die Chancenverwertung seines Teams. Atik selbst vergab bei seinem Comeback beim Stand von 0:3 einen Elfmeter (83.), traf später aber zum 1:3-Endstand (90.+4). Wegen Außenbandbeschwerden stand der 27-jährige ehemalige türkische Junioren-Nationalspieler in der Liga erstmals wieder seit dem dritten Spieltag auf dem Platz. Atik sei sein eigener Treffer "scheißegal. Hätten wir einen Punkt mitgenommen oder drei Punkte wäre es mir lieber gewesen."

"Es geht weiter und ich bin mir ziemlich sicher, dass wir das Ruder rumreißen werden. Und das wird spätestens nach der Länderspielpause passieren", fügte Atik am MDR-Mikrofon an. Dessen Cheftrainer hätte diese "nicht gebraucht. Wir hätten gerne weitergespielt und wir hätten gerne versucht, das schnellstmöglich wieder geradezustellen, aber wir werden logischerweise trotzdem die Woche für uns nutzen und mit der Mannschaft trainieren, um uns in den zwei Wochen gut aufs nächste Spiel vorzubereiten."

Fürth kann die rote Laterne an den FCM abgeben

Magdeburg befindet sich mit sieben Punkten auf dem vorletzten Platz, würde bei einem Fürther Sieg gegen Tabellenführer Paderborn (Sonntag, 13:30 Uhr), aber gar die rote Laterne übernehmen. Titz findet, dass die Magdeburger "im unteren Tabellenbereich stehen, weil wir wirklich zu viele Gegentore bekommen haben." Es gelte nun, "dass wir die beiden Wochen nutzen, dass wir dann auch weiterhin mit der Konsequenz mit dem Ball, gegen den Ball, spielen, aber hinten wenig zulassen bei den Torchancen und vorne konsequenter werden."