• Facebook
  • Twitter

1. FC Nürnberg: Mikael Ishak kündigt Abschied an

© imago images / Zink

Seit dreieinhalb Jahren streift sich Mikael Ishak nun schon das Trikot des 1.FC Nürnberg über. Mit dem Glubb erlebte der 27-Jährige in dieser Zeit schon zahlreiche Höhen und Tiefen. Doch die Wege zwischen dem Traditionsverein und dem schwedischen Angreifer werden sich nach Ablauf der aktuellen Spielzeit offenbar trennen.

Ishak "bereit für einen Neuanfang"

77 Pflichtspiele, 19 Tore und zwölf Vorlagen: Die Statistik von Torjäger Mikael Ishak seit seiner Ankunft beim 1.FC Nürnberg im Jahr 2017 liest sich durchaus annehmbar. Doch nach einer für den gebürtigen Stockholmer mehr als enttäuschenden Saison 2019/20 – gerade einmal sechs Einsätze ohne Torbeteiligung und kein Spiel davon über die volle Distanz sprechen eine deutliche Sprache – wird Ishak seine Zelte in Nürnberg abbrechen, wie er im Gespräch mit den "Nürnberger Nachrichten" bestätigt. "Ich fühle mich bereit für einen Neuanfang", kündigt der Stürmer seinen Abschied an, betont jedoch auch: "Ich bin jetzt dreieinhalb Jahre hier. Ich war immer glücklich, beim Club zu spielen, auch wenn die letzten Monate nicht mehr so schön waren."

Angesichts seines im Sommer auslaufenden Vertrags darf der ehemalige Spieler des 1.FC Köln zwar ablösefrei wechseln, wohin die Reise geht, sei jedoch noch gänzlich offen. "Ich habe nur noch drei Monate Vertrag und weiß auch nicht, was danach kommt", gibt Ishak Einblicke in seine derzeit offene Zukunftsplanung, der im Winter noch Angebote von Dynamo Dresden und Erstligist SC Paderborn ausschlug, weil sie ihm "nicht das richtige Bauchgefühl" vermittelten.

Mangelnde Wertschätzung unter Keller

Nachdem Ishak in der Spielzeit 2018/19 mit 29 Einsätzen und vier Toren sowie äquivalent vielen Vorlagen noch zu den Leistungsträgern beim "Glubb" zählte, setzte Cheftrainer Jens Keller zuletzt nicht mehr auf den ehemaligen Nationalspieler. "Klar, ich war und bin enttäuscht. Ich will immer spielen und Tore machen", macht Ishak im Gespräch mit der Zeitung seinem Unmut Luft, räumt jedoch auch ein: "Ich bin kein Typ der meckert und Unruhe stiftet. Die Mannschaft ist wichtiger als Mikael Ishak. Ich bin ein Teamplayer, ich kämpfe weiter."

Auch aufgrund der Corona-Krise stehen nicht nur, jedoch auch hinter der Zukunft des Torjägers zahlreiche Fragezeichen, der sich kämpferisch gibt: "Ich will wieder spielen, Tore schießen und Spiele gewinnen. Und das versuche ich, in Europa und auf höchstem Niveau zu erreichen. Man wird sehen, welche Optionen sich mir bieten werden."