Bicakcic kann nach Pleite beim Club "nur den Kopf schütteln"

Das 1:2 beim 1. FC Nürnberg war für Eintracht Braunschweig die dritte Auswärtsniederlage in Folge. Vermeidbar war sie in jedem Fall, besonders mit der ersten Halbzeit haderten die Akteure. Auch wenn es in der zweiten Hälfte besser wurde, reichte es nicht mehr zum so wichtigen Punktgewinn.

"Einige Jungs waren einfach nicht da"

Waren die ersten zehn Minuten des gestrigen Gastspiels der Braunschweiger Eintracht im Nürnberger Frankenstadion noch akzeptabel, stellte Daniel Schernings Truppe danach komplett das Fußballspielen ein und lag zur Pause verdientermaßen mit 0:2 zurück. Eine passende Erklärung für das Erlebte hatte keiner der Akteure nach dem Schlusspfiff.

In einer ersten Analyse kurz nach dem Spiel bemängelte Daniel Scherning so ziemlich alles in der ersten Halbzeit: "Ab der zehnten Minute haben wir komplett den Faden verloren. Wir haben uns auf der einen Seite beeindrucken lassen, auf der anderen Seite fehlte die Kompaktheit gegen den Ball. Da waren zu große Abstände." Ähnlich sah sein Torwart Ron-Thorben Hoffmann die Sachlage und bemängelte das Auftreten seiner Teamkollegen: "Wir haben die erste Halbzeit komplett verschlafen und viel Zweikämpfe sowie 50/50-Situationen nicht für uns entschieden." Ermin Bičakčić fand sogar noch deutlichere Worte und konnte "mit Blick auf die erste Halbzeit nur mit dem Kopf schütteln". Weiter führte er aus, dass "einige Jungs einfach nicht da waren".

"Liegt an uns, ob wir Spiele gewinnen oder verlieren"

Anders sah es dann im zweiten Spielabschnitt aus. Braunschweig drehte auf, entschied plötzlich die von Hoffmann erwähnten 50/50-Situationen für sich, erzielte sogar früh genug den Anschlusstreffer, letztlich reichte es aber ob der großen Hypothek aus den ersten 45 Minuten nicht mehr für einen Punktgewinn. Trotzdem nahmen die Spieler etwas mit, auf das sie aufbauen konnten. Anderson Lucoqui fasste es folgendermaßen zusammen: "Man hat im zweiten Durchgang gesehen, dass es hauptsächlich an uns liegt, ob wir die Spiele gewinnen oder verlieren. Wenn wir die Leistung bringen, gewinnen wir das."

Torwart Hoffmann war sogar richtig beeindruckt von der Leistung seiner Vorderleute in den zweiten 45 Minuten und fand anerkennende Worte: "Umso beeindruckender ist dann die zweite Halbzeit, so rauszukommen, mit einem 0:2-Rückstand. Das spricht schon für uns." Bičakčić fasste schlussendlich noch mal zusammen, wie der weitere Weg für Eintracht Braunschweig in den letzten neun Spielen der Saison aussehen muss: "Es muss eine Konstanz über die 90 Minuten kommen. Mannschaften haben Phasen in jedem Spiel, das ist klar. Dennoch müssen wir auf den Weg kommen, über einen längeren Zeitraum unseren Fußball zu spielen."

Am kommenden Freitag können die Löwen dann über 90 Minuten zeigen, was in ihnen steckt und das wird auch bitter nötig sein, wenn Hansa Rostock zum Abstiegsknaller seine Visitenkarte an der Hamburger Straße abgibt. Der 1. FC Nürnberg ist am Samstagabend zum Topspiel in Magdeburg zu Gast.

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