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"Bitter in allen Bereichen": Dynamos Negativlauf hält an

(c) imago

Mit der wettbewerbsübergreifend achten Niederlage aus den letzten neun Spielen ist Dynamo Dresden im Abstiegskampf angekommen. Die Enttäuschung saß nach dem Abpfiff tief.

"Ein richtig schlechtes Ergebnis"

Nach dem knappen Pokalaus unter der Woche gegen St. Pauli wollten die Dresdner im Heimspiel gegen den SV Sandhausen an die kämpferische Leistung vom Mittwoch anknüpfen und einen direkten Konkurrenten auf Distanz halten. Dieses Vorhaben verhinderte Ex-Dynamo Pascal Testroet, der die Gäste mit seinem Tor zum 1:0-Auswärtssieg schoss. Damit verloren die Sachsen in den vergangenen neun Spielen achtmal. "Diese Negativserie ist für die Mannschaft schwer zu verkraften", sagte ein konsternierter Alexander Schmidt auf der Pressekonferenz nach dem Spiel. Für den Trainer war die Partie gegen den SVS "bitter in allen Bereichen, da brauchen wir nicht um den heißen Brei herum reden. Ein richtig schlechtes Ergebnis für uns." Die Mannschaft sei im Moment sehr niedergeschlagen.

Große Schwäche bei Standards

Dabei sprach die Statistik eigentlich für die Hausherren: Mehr Ballbesitz, mehr Torschüsse, mehr Pässe und mehr Eckbälle. Doch speziell die Standards entwickeln sich allmählich zur Achillesferse: Fünf der jüngsten sieben Gegentore resultierten aus ruhenden Bällen, während Dynamos Ecken und Freistöße speziell gegen Sandhausen komplett ungefährlich waren. Zudem blieb man viermal infolge torlos. "Wir müssen uns in entscheidenden Momenten steigern: der letzte Pass, die letzte Abwehraktion, Konzentration und Kreativität", zählte Schmidt die Defizite auf. Der 53-Jährige erinnerte dennoch daran, dass das Team "jung und willig" sei "man durch diesen Prozess nun durch" müsse.

Tabellarische Lage wird ernster

Ärgerlich aus Dresdner Sicht ist auch die Tatsache, dass Sandhausen durch den Sieg bis auf einen Punkt aufschließen konnte. Dynamo steht vor den Sonntagsspielen mit 13 Punkten aus zwölf Spielen auf dem zwölften Platz. "Es wird alles enger", weiß auch Schmidt. "Was die Situation nach hinten betrifft, wird es noch kritischer. Aber es ist noch nichts Extremes passiert." Er traue seinen Spielern zu, "die Serie, die wir momentan im negativen Sinne haben, ins Positive umzuwandeln." Neben dem mentalen Aspekt komme es in den kommenden Trainingstagen drauf an, vor allem an der Chancenerarbeitung und -verwertung sowie dem Defensivverhalten bei gegnerischen Standardsituationen zu arbeiten. "Wir müssen positiv bleiben", appellierte Schmidt. Am kommenden Freitag geht es zum Auswärtsspiel nach Kiel – der nächste Gegner, der sich in ähnlichen Tabellenregionen bewegt wie Dresden.