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"Bitter, wenn du so bestraft wirst": Ingolstadt hadert mit Niederlage

(c) imago

Nach der Niederlage im Abstiegsgipfel gegen Erzgebirge Aue ist der Frust beim FC Ingolstadt groß. Trotzdem glaubt Trainer Schubert weiter an das Potenzial seiner Mannschaft.

Sorge um Eckert Ayensa

Auch nach seinem dritten Spiel an der Seitenlinie wartet André Schubert noch auf seinen ersten Sieg. Schlimmer noch: Mit der 0:1-Auswärtsniederlage in Aue verpassten es die Ingolstädter, den Abstand zum rettenden Ufer zu verkleinern und mussten stattdessen den direkten Konkurrenten vorbeiziehen lassen. "Natürlich sind wir sehr enttäuscht, dass wir das Spiel verloren haben", resümierte Schubert nach Abpfiff auf der obligatorischen Pressekonferenz. "Wie nicht anders zu erwarten, war es ein hitziges Spiel – teilweise auch ein bisschen über die Grenzen hinaus". Fünf gelbe und eine rote Karte belegen dies. Obendrein musste Dennis Eckert Ayensa noch in der ersten Halbzeit verletzt ausgewechselt werden. Nach einem "doch sehr ruppigen Einsteigen" von Sören Gonther zog sich der Stürmer einen Schlüsselbeinbruch zu.

Kein Vorwurf an Cavadias

Der Wegfall einiger Leistungsträger ist für Schubert auch ein Grund für die anhaltende Misere: "Das sind Dinge, die uns natürlich auch zurückwerfen". Dennoch zollte der 50-Jährige seinen Spielern Respekt für ihre Leistungsbereitschaft, exemplarisch nannte Schubert Denis Linsmayer, der nach Magen-Darm-Infekt "eigentlich gar nicht hätte spielen können, sich aber durchgebissen hat." Keinen Vorwurf gab es auch an Fabian Cavadias, der bei seinem Startelfdebüt eine entscheidende Aktie am Gegentreffer durch Omar Sijaric hatte. "Er hat mit allem was er hatte gekämpft. Solche Dinge passieren jungen Spielern, das ist ein Lernprozess." Die Niederlage sei ein Rückschlag. "Es ist bitter, wenn du so bestraft wirst", so der Trainer.

"Müssen torgefährlicher werden"

Mit nur fünf Punkten aus elf Partien stehen die Schanzer am Tabellenende. Die Tatsache, dass man neben der schwächsten Abwehr (25 Gegentore) auch den harmlosesten Angriff (sieben Tore) der Liga stellt, verdeutlicht die verzwickte Lage. "Wir müssen in vorderster Front torgefährlicher werden", erklärte Schubert. Von den neun Ingolstädter Torschüssen im Erzgebirge war der Kopfball an den Pfosten von Stefan Kutschke in der Schlussminute die vielversprechendste Aktion. "Die Bälle die bei uns nicht reingehen, macht der Gegner", haderte Schubert, der den Blick dennoch nach vorne richtete: "Die Saison ist noch lang und wir wollen den Klassenerhalt schaffen." Um dieses Ziel nicht frühzeitig aus den Augen zu verlieren, sollten die Oberbayern in Kürze den zweiten Saisonsieg einfahren.