VfL Bochum: Der Weg geht in die richtige Richtung
Nach zuletzt drei Unentschieden in Folge gegen Karlsruhe, Frankfurt und Düsseldorf, konnte der VfL Bochum gegen Heidenheim endlich wieder einen Sieg feiern. Somit kann man langsam aber sicher den Blick von den Abstiegsregionen abwenden.
VfL zeigt wieder beeindruckende Leistungen
Die Philosophie von VfL-Trainer Gertjan Verbeek trägt erste Früchte. Schon in den Spielen, die man nicht gewinnen konnte waren die Bochumer die bessere Mannschaft und haben vor allem im Heimspiel gegen den FSV Frankfurt unglücklich Punkte liegen lassen. Was man in den Spielen, seit Gertjan Verbeek das Sagen hat, aber abliefert ist sehr beeindruckend. Die offensive Ausrichtung und die Philosophie, zu agieren statt zu reagieren, scheint die Mannschaft sehr gut aufzunehmen. Mit 41 Toren hat man die beste Offensive der Liga und mit Simon Terodde (13 Tore) und Stanislav Sestak (9 Tore) zwei Spieler, die sich in der oberen Region der Torjägerliste tummeln. Auch die Fans und das Umfeld zeigen sich erfreut ob dieser Trendwende. Man spürt, dass sich beim VfL wieder etwas tut und die Fans sehen vor allem zu Hause wieder ein Spektakel von ihrer Mannschaft wie es lange Zeit nicht mehr der Fall war. In den drei Heimspielen unter Verbeek erzielte man zehn Tore und spielt begeisternd und ideenvoll nach vorne.
Man kann etwas nach oben schauen
Der VfL wird höchstwahrscheinlich weder mit den ganz oberen Tabellenplätzen noch mit den unteren Regionen was zu tun haben. Ein einstelliger Tabellenplatz ist mit den zuletzt gezeigten Leistungen aber ohne Probleme machbar. Der akribisch arbeitende Chefcoach der Bochumer will aus dieser Saison verständlicherweise noch das Maximum rausholen: „Wir brauchen nicht mehr nur nach unten gucken. Wir können nach oben schauen und sehen wie weit wir noch kommen“, so Verbeek nach dem Sieg gegen Heidenheim. Hinsichtlich der Tatsache, dass man die letzten beiden Spielzeiten auf den Rängen 14 und 15 beendet hat und erst kurz vor Schluss den Klassenerhalt klarmachte, ist eine tabellarische Verbesserung ein Leichtes für den VfL. Viel wichtiger ist aber, dass in Bochum wieder ein Fußball gespielt wird, der die Zuschauer begeistert und bis dato jeden Gegner vor Probleme gestellt hat. Im nächsten Spiel gegen Verbeeks Ex-Club, den 1. FC Nürnberg, soll der nächste Schritt getan werden, um in der Tabelle weiter zu klettern.