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Braunschweig an Hertha-Talent Gechter interessiert

IMAGO / Matthias Koch

Eintracht Braunschweig hält Ausschau nach Ergänzungen für die Kaderbreite. Ein Kandidat ist Abwehrtalent Linus Gechter von Hertha BSC, der den Niedersachsen bereits einen Besuch abgestattet hat. 

Schiele beklagt unheimliches Verletzungspech in der Abwehr

Obwohl seine Mannschaft auf einem Nichtabstiegsplatz überwintert, sieht Trainer Michael Schiele konkreten Handlungsbedarf im Kader. Dabei richtet er den Fokus auf das Abwehrzentrum, wo er zuletzt ohne die Stammkräfte Brian Behrendt und Nathan de Medina auskommen musste. "Die Verletzungen haben uns natürlich hart getroffen, gerade bei unseren Innenverteidigern. Das habe ich so in der Form auch noch nicht erlebt. Von daher sind wir dran, in diesem Bereich die Augen offen zu halten. Wir brauchen mehr Breite in unserem Kader, um einen solchen Engpass im Notfall überstehen zu können“, erklärte der Teamchef seine Gedankenspiele.

Auf der Suche nach passenden Ergänzungen haben die Verantwortlichen ein hochbegabtes Talent im Visier: Linus Gechter. Der 18-jährige Innenverteidiger gab im September 2021 beim Auswärtsspiel in Bochum sein Bundesligadebüt für die Hertha, kam insgesamt auf 13 Einsätze in der vergangenen Saison und erzielte auch sein Premierentor. Aufgrund seiner rapiden Entwicklung wurde Gechter kürzlich mit der silbernen Fritz-Walter-Medaille im Jahrgang 2004 ausgezeichnet. Das Eigengewächs wartet in der aktuellen Saison noch auf einen Einsatz unter dem neuen Trainer Sandro Schwarz, nachdem ihn zu Saisonbeginn mehrere Krankheiten zurückgeworfen hatten. Mitte Oktober stand er immerhin wieder für die zweite Mannschaft in der Regionalliga Nordost auf dem Platz und holte sich dort in drei Startelfeinsätzen ein wenig Spielpraxis.

Schiele benennt weitere Baustellen im Kader

Beim Zweitligisten Braunschweig steht der bis 2025 an die Berliner gebundene Gechter auf der Wunschliste und war nach Informationen von "transfermarkt.de" bereits vor Ort, um sich ein Bild vom Verein zu machen. Möglich wäre eine Verpflichtung auf Leihbasis, um die zuletzt ausgedünnte Abwehr zu ergänzen. Der Spielraum für Transfers wäre laut Schiele vorhanden. Er geht davon aus, dass „der ein oder andere Spieler, der zuletzt nicht so viel gespielt hat, den Verein auch noch verlassen“ könnte und stellte klar, "dass wir auf ein oder zwei Positionen etwas machen werden – mehr wird schwierig". Dabei gibt es seiner Einschätzung nach mehrere Baustellen zu bearbeiten: "Da geht es natürlich um den Abwehrbereich, um einen Sechser oder Achter und wir müssen abwägen, wie belastbar unsere Stürmer sind. Luc Ihorst ist aktuell verletzt, Anthony Ujah wird auch nicht jünger.“