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Braunschweig hadert: "Das Defensivverhalten war nicht okay"

Robin Ziegele (Mitte) und seine Mannschaft kam gegen den KSC in vielen Situationen zu spät. Bild: imago images / regios24

Eintracht Braunschweig kassiert gegen den Karlsruher SC die erste Heimniederlage der Saison. Dabei wirkte die Abwehr fahrig gegen besonders bei Standards gefährlich agierende Badener. Braunschweigs Coach Daniel Meyer fand nach dem Spiel deutliche Worte.

Ecke und Freistoß sorgen für 0:2

Es war nicht der Tag des Robin Ziegele. Als der 23-Jährige Innenverteidiger den Rasen des Braunschweiger Stadions betrat, ahnte er noch nicht, dass er und seine Verteidigerkollegen an diesem Samstag eine unglückliche Figur abgeben würden. Schon in der Anfangsviertelstunde kam nach einem Eckball Karlsruhes Außenspieler Kyoung-Rok Choi nahezu unbedrängt zu einem Torschuss. Ziegele fälschte den Ball unglücklich mit dem Kopf ab und machte es so unmöglich für seinen Torwart Dornebusch, das Spielgerät abzuwehren. Nur einen Wimpernschlag später, in der 18. Minute, zirkelte Wanitzek einen Freistoß aus 18 Metern ins linke untere Eck des Tores von Dornebusch: 0:2.

“Wir waren heute von Anfang an nicht in der Partie. Wir waren im Kopf irgendwo anders. Wir haben zu viele einfache Fehler gemacht und dem KSC die Bälle geschenkt. In der Abwehr hat heute einiges nicht gestimmt. Wir haben die gleichen Fehler immer wieder gemacht. Es kann nicht sein, dass wir es nicht schaffen das zu ändern", schätzte Ziegele den eigenen Fehlstart in die Partie ein.

Entscheidung in der Braunschweiger Drangphase

Nach einer halbe Stunde bot sich Eintracht-Stürmer Nick Proschwitz die erste Torgelegenheit für sein Team, die er sofort nutzte. Den 1:2-Anschlusstreffer erzielte er per Fernschuss aus der Drehung, kurz vor dem Strafraum stehend. Braunschweig-Trainer Daniel Meyer konnte sich über den knappen Rückstand zur Pause trotzdem nicht freuen. "Wir haben heute verdient verloren, weil wir nicht zweitligatauglich verteidigt haben. Wir mussten wieder einem Rückstand hinterherrennen, was sowohl mental als auch physisch ermüdend ist. Das dritte Tor war dann, auch in der Art und Weise der Entstehung, das Aus für diese Partie. Über die gesamte Spieldauer war das Defensivverhalten nicht okay." Dabei hatte die Eintracht nach dem Seitenwechsel zunächst aussichtsreiche Möglichkeiten für den Ausgleich. Kroos hämmerte einen Freistoß ans Lattenkreuz des KSC (57.) und Kaufmann verzog aus spitzem Winkel (61.).

Unmittelbar in der Braunschweiger Drangphase unterlief der Braunschweiger Defensive das nächste Missgeschick. Eine mangelhafte Absprache zwischen Wiebe und Ziegele sorgte dafür, dass Ziegele den Ball per Hacke in den Lauf von Karlsruhes Hofmann beförderte. Als die Szene vorüber war, hatte Choi mit seinem Treffer zum 1:3 für die Entscheidung gesorgt. In der Tabelle stehen die Niedersachsen nur einen Punkt besser da, als der Vorletzte St. Pauli. Kommenden Freitag in Darmstadt wird sich die Eintracht defensiv steigern müssen. Andernfalls springt auch in Südhessen nichts Zählbares dabei raus.