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Braunschweig nach verspielter Führung "brutal enttäuscht"

IMAGO / regios24

Eigentlich fing das 176. Niedersachsenderby gut an, doch am Ende stand für Eintracht Braunschweig eine 1:2-Niederlage gegen den Rivalen aus Hannover. Entsprechend enttäuscht zeigten sich alle Beteiligten. Trotzdem konnte auch Positives gewonnen werden.

"Verdiente Führung" hält nicht lange

Ungefähr eine halbe Stunde sah es im Eintracht-Stadion Braunschweigs am Samstag so aus, als ob die Welt ein bisschen mehr in Ordnung werden könnte. Die Löwen führten dank eines starken Schlenzers von Neuzugang Dong-Won Ji, der nun in seinen ersten zwei Spielen auf ein Tor sowie ein Assist kommt, mit 1:0 (16.) und war über weite Strecken die dominantere Mannschaft. Doch mit dem Gong zur 30. Minute folgte der Bruch im Spiel. Die Gäste aus der Landeshauptstadt drehten auf und erzielten noch vor der Pause zwei Tore (34. / 36.), die das Spiel auf den Kopf stellten und 96 auf die Siegerstraße brachten.

"Wir haben eigentlich ein gutes Spiel gezeigt und gehen verdient mit 1:0 in Führung", analysierte Eintracht-Keeper Fejzic im Anschluss und merkte frustriert an, dass das Team sich dann zweimal "blöd angestellt habe" und entsprechend am Ende verlor. Auch Trainer Meyer kommt zu einem ähnlichen Fazit und bemängelt, dass kein zweites Tor nachgelegt wurde: "In der Folge müssen wir uns vorwerfen den zweiten Treffer nicht nachgelegt zu haben." Im ganzen Spiel habe seine Mannschaft lediglich "10 Minuten gehabt, wo wir den Zugriff nicht hatten und jeden Ball blind hinten raus geschlagen haben." Ärgerlicherweise die Phase, in der die Gäste das Spiel entscheiden und den Derbysieg erringen konnten.

"Das Ergebnis ist nicht gut, das Spiel war okay"

Mit der Niederlage bleibt Eintracht Braunschweig als 17. der Tabelle unter dem Strich. Nur eines der letzten zehn Ligaspiele konnte gewonnen werden. Trotzdem war nicht alles schlecht, laut Geschäftsführer Peter Vollmann. "Wir werden weiterhin alles geben, um die Punkte zu holen. Wir werden Stück für Stück besser", zeigte der 63-Jährige sich optimistisch. Die Moral habe gestimmt und so sei das "Ergebnis nicht gut, aber das Spiel war okay."

Auch Keeper Fejzic hat einen weiteren Faktor für die Niederlage ausgemacht: Den fehlenden Support der Fans bei der frühen Führung, die im Derby vermutlich ungebrochen gewesen wäre: "Mit unseren Zuschauern im Rücken wäre heute vieles einfacher gewesen". Nichtsdestotrotz müsse die Mannschaft sich nun schütteln und dann weitermachen. Auch Trainer Meyer zeigte sich vom Ergebnis "brutal enttäuscht", aber seiner Mannschaft selbst könne er keinen großen Vorwurf machen. Am kommenden Sonntag geht es gegen den VfL Bochum. Auch dort könnte eine schlechte Phase von zehn Minuten wohl bestraft werden, sodass es gilt, auch nach einer womöglichen Führung wach zu bleiben.